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04. Dezember 2012

IHK Offenbach: Mehr Mitglieder zahlen weniger

 Von Martin Brust

Immer mehr Unternehmen sind in der IHK, trotzdem sinken die Einnahmen.

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Die IHK Offenbach erwartet 2012 1,5 Millionen Euro weniger Einnahmen als 2011. Allein die Beitragseinnahmen dürften um eine Million sinken, sagte IHK-Präsident Alfred Clouth am Montag. Dabei haben sich die Mitgliederzahlen der IHK, die für Stadt und Kreis Offenbach zuständig ist, seit 2005 fast kontinuierlich erhöht: von gut 35400 im Jahr 2005 auf fast 42000 im Jahr 2011.

Allerdings haben die von der Zahlung befreiten Mitgliedsunternehmen kontinuierlich zugenommen, im Jahresschnitt schwankt ihr Anteil zwischen 41 und 46 Prozent. Keinen IHK-Beitrag muss zahlen, wer weniger als 5200 Euro Gewinn im Jahr macht, zudem gibt es in den ersten vier Jahren ganz oder teilweise Befreiungen.

Zugleich hat die Offenbacher IHK bundesweit mit die höchsten Durchschnittbeiträge: Laut dem DIHK-Transparenzportal, auf dem die Zahlen aller 80 IHKs veröffentlicht sind, war der Durchschnittbeitrag zahlender Mitglieder 2011 bei keiner IHK höher als die 524 Euro, die Offenbach angegeben hat. Die hiesige IHK selbst gab den Durchschnittsbeitrag gestern aber mit nur 430 Euro an, selbst dieser Wert wäre aber der zehnthöchste in der Republik.

Allerdings sind Vergleiche schwierig, denn der Beitrag setzt sich aus einem Grundbetrag zusammen, der für Kleinunternehmer unter 100 Euro im Jahr liegt und für große bei maximal 767 Euro. Hinzu kommt eine Umlage von 0,33 Prozent vom Gewinn – der hohe Durchschnittsbeitrag könnte also daran liegen, dass es vielen Firmen gut geht.

Die Frage ist relevant, weil viele IHKs mit Kritikern oder Klagen gegen die Mitgliedschaft konfrontiert sind. Letzteres ist in Offenbach nicht der Fall, aber die eine oder andere Kritik hören die IHK-Vertreter schon bei ihren über 800 Unternehmensbesuchen (2011). Stein des Anstoßes sind oft Rücklagen in den IHK-Bilanzen. In Offenbach waren das Ende 2011 insgesamt 13,6 Millionen Euro. Eine Rückzahlung an Mitgliedsbetriebe sei nicht vorgesehen, so Clouth und Weinbrenner. Die Rücklagen seien teils zweckgebunden, teils zum Ausgleich schwankender Einnahmen sowie für die 2016 anstehende Abschlusszahlung für das geleaste Gebäude gebildet. „Wir sind gesetzlich zur Bildung verpflichtet“, so Clouth.

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