Und nun wollen wir uns ein hoffentlich letztes Mal dem Hamburger am Turm zuwenden, jenem Imbiss am Eschenheimer Tor, der in den jüngsten Tagen beinahe dem falschen Eifer der Stadtverwaltung zum Opfer gefallen wäre, durch innere Einkehr und tätige Reue derselben aber errettet wurde.
Denn am Samstagabend war beim Imbiss am Metropolis-Kino eine Stimmung, wie man sie sonst nur im Kino findet, etwa am Ende von Star Wars, wenn die Truppen des Bösen besiegt sind und Mensch und Ewok gemeinsam feiern, die zotteligen Bäuche aneinander reiben, sich betrinken und beiwohnen.
Weit mehr als eine Hundertschaft belagerte den Imbiss, denn die Betreiberin Christina Diesy hatte nicht nur ein paar Schnittchen vorbereitet, auch Bier und Burger gab es bei der Siegesfeier für lau. Und Diesy machte den Gästen artig ihre Aufwartung und bat das Frankfurter Partyvolk ein ums andere mal, fürderhin doch nicht mehr ihre Blumen und Teelichter zu stibitzen, auf dass der Imbiss am Turm künftig auch in den Augen des Planungsamtes ein Schmuckstück werde und nicht länger die fehlende Blickachse zum Eschenheimer Tor schmerzlich in Erinnerung rufe.
Was bleibt, ist die Einsicht, dass in Zeiten des Internets ein sogenannter Flashmob, also eine relativ spontane Zusammenrottung von Menschen, schneller organisiert werden kann als man einen Klops brutzelt - sei es, wie geplant, zu einer Demonstration oder, wie gekommen, zu einem Triumphfest.
Gefeiert wurde jedenfalls bis in die Puppen, und alle hatten ihre Freude. Nur manchmal berichteten einige, die aufgrund des fehlenden Aborts in der Botanik Erleichterung gesucht hatten, sie hätten in einem nahe gelegenen Gebüsch ein garstiges Hutzelmännchen gesichtet, das mit knotigen Fingern auf sie gezeigt, sie "Klopsgriller", "Wurstverkäufer" und gar "Kartoffelmörder" geheißen und mit einem Papier gewedelt habe, bei dem es sich um das legendäre Wallservitut aus dem Jahre 1827 gehandelt haben soll, welches das Bauen auf den geschleiften und begrünten Wallanlagen Frankfurts kategorisch verbiete. Aber auf nähere Befragung waren sich dann alle nicht mehr so ganz sicher und führten ihre Beobachtung auf einen allzu unbedachten Umgang mit Freibier zurück.

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