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Rhein-Main und Hessen
Hessische Landespolitik und Berichte aus dem Rhein-Main-Gebiet.

23. Februar 2015

Influenza: Grippe-Welle in Hessen steigt weiter an

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Händewaschen und desinfizieren hilft die Verbreitung der Viren zu unterbinden. (Symbolbild)  Foto: Andreas Arnold

In Hessen breiten sich Grippe-Viren immer weiter aus. Den Höhepunkt der Krankheitswelle erwarten Experten in zwei Wochen. Der Impfschutz ist in diesem Jahr schlechter - dennoch lohnt sich das Impfen nach Ansicht von Medizinern.

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Ein Blick auf die Karte des Robert-Koch-Instituts macht es deutlich: In Hessen ist die Influenza-Aktivität „deutlich erhöht“ und es ist umzingelt von Bundesländern, bei denen sie „stark erhöht“ ist. Entspannung ist nach Einschätzungen von Experten nicht in Sicht. Im Gegenteil, sagt Ferdinand Gerlach, Professor für Allgemeinmedizin an der Frankfurter Universitätsklinik. „In zwei bis drei Wochen soll der Höhepunkt erreicht sein.“ Keine Entwarnung also für die Bevölkerung in Hessen. Im Gegenteil: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass es bald auch in Frankfurt und Umgebung mehr Grippefälle geben wird“, sagt Gerlach und empfiehlt, jetzt besonders gründlich auf Hygiene zu achten.

Die DAK setzt ebenfalls auf Aufklärung. Für Donnerstag kündigt die Krankenkasse den Start einer kostenlosen Hotline an, an die sich jeder mit seinen Fragen wenden kann. „Eine schwere Grippewelle breitet sich in Deutschland aus“, begründet die DAK dieses Angebot. Bereits jetzt seien 1,5 Millionen Patienten deshalb beim Arzt gewesen. Tendenz steigend: „Der Höhepunkt der Epidemie wird in den nächsten zwei Wochen erwartet.“

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass es sich um eine besonders heftige Saison handelt. „Experten sprechen bereits von der stärksten Grippewelle der letzten Jahre“, sagt Gerlach und fasst in einem Satz die wichtigste Regel zusammen: „Hände waschen, Hände waschen, Hände waschen.“ Das gelte für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen. Wer auf Hygiene achte, schütze sich selbst sowie seine Mitmenschen davor, dass die Viren sich – wie derzeit – weiter sprunghaft ausbreiten. „Jeder kann durch sein eigenes Verhalten dazu beitragen, dass dieses Risiko sinkt.“

Kein guter Schutz durch Impfstoff

Drei verschiedene Viren sind derzeit unterwegs, sagt Gerlach, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Das Problem: „Dieses Jahr bietet der Impfstoff einen nicht so guten Schutz.“ Doch immerhin noch mehr, als wenn man überhaupt nicht immunisiert ist. „Hochrisikopatienten“ wie Älteren oder Schwangeren empfiehlt Gerlach deshalb, sich jetzt noch schnell impfen zu lassen. Das Serum wirke zwar erst voll nach zwei Wochen. „Aber ein teilweiser Schutz ist immer noch besser, als überhaupt keiner.“

Gegen die derzeit grassierende, harmlosere Erkältungskrankheit helfe die Impfung freilich nicht, ergänzt Gerlach. Und von der seien wesentlich mehr Menschen betroffen als von der sogenannten echten Grippe. Was beide verbindet sei, dass es sich um Viren handelt. Antibiotikaeinsatz ist deshalb nicht angesagt. „Die helfen nur gegen Bakterien.“

Im Rhein-Main-Gebiet sei von der Influenza-Welle noch wenig zu spüren, sagt Ursula Funke, Präsidentin der hessischen Apothekerkammer aus Wiesbaden. Doch die Zahl der Kunden mit „grippalen Infekten“ sei spürbar höher als im vergangenen Jahr. Klassische Symptome seinen Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Fieber, Gliederschmerzen. „Wir können nur versuchen, sie zu lindern“, sagt sie. Dabei helfen nicht allein Mittel aus der Apotheke, sondern auch das klassische Hausrezept: „Bettruhe und viel trinken.“

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