Frau Kuhlmann, Sie veranstalten ein Konzert mit internationalen Musikern für den Besuch des Dalai Lamas. Steht seine Heiligkeit auf Popmusik?
Das kann ich Ihnen nicht sagen (lacht). Aber ja, klar - warum nicht? Ich habe ihn als einen sehr, sehr offenen und humorvollen Menschen erfahren.
Andrea Kuhlmann (36) und ihr Mann Michael sind die Initiatoren der Künstler-Plattform "artistsfordalailama.de" und Veranstalter der Jam-Session "Ein Abend für den Frieden".
Für das Konzert haben sich 20 inter-nationale Künstler der Initiative angeschlossen und treten Samstag, 1. August, 20 Uhr, im Frankfurter WM-Stadion im Stadtwald auf.
Wessen Idee war der "Abend für den Frieden"? Ursprünglich war es die Idee der Pagode Phat Hue in Frankfurt, die gemeinsam mit dem Tibethaus Frankfurt und der Deutschen Buddhistischen Union den Dalai Lama eingeladen haben. Mittlerweile trägt die Organisation unsere Künstler-Plattform "artistsfordalailama.de"
Nach welchen Kriterien wurden die Künstler ausgewählt? Hat der Dalai Lama Wünsche geäußert?
Wissen Sie, die Kriterien sind einfach: Wir wollen nur Lieder, Performances und Texte zeigen, die zum Spirit des Ganzen passen - in welch künstlerischer Form auch immer. Unter den Künstlern befinden sich natürlich viele Bewunderer des Dalai Lama. Wir wollten nicht nur diesen oder jenen Schauspieler oder Künstler haben, sondern sind der Energie gefolgt, die uns wunderbare Botschafter und tolle Menschen brachte. So wuchs die Liste der Sänger stetig an, bis wir keine Kapazitäten mehr hatten. Jetzt sind viele Sänger, Gruppen und Schauspieler aus verschiedenen Musikbereichen am Start, die alle eine live Session spielen. Darunter Roger Cicero, Uwe Ochsenknecht, Stanfour - und Tina Turner per Videobotschaft.
Wird der Dalai Lama das Konzert besuchen?
Der Dalai Lama ist nicht dabei. Er hat ein hartes Tagesprogramm und geht früh schlafen. Ab 16.30 Uhr enden seine Unterweisungen und Diskussionsrunden und er verlässt die Arena. Das Konzert wird aber aufgezeichnet.
Wie viele Besucher erwarten Sie?
Wir erwarten 3000 bis 4000 Besucher nur zur Jam-Session. Wie viele Tickets genau zur Zeit verkauft sind, kann ich Ihnen nicht sagen. Wir freuen uns über jeden, der sich noch entschließt, die Live-Session zu besuchen. Karten sind im Vorverkauf und an der Abendkasse zu haben.
Wohin geht das Eintrittsgeld?
Die Eintrittsgelder dienen der Kostendeckung der gesamten Veranstaltungsreihe um den Dalai Lama. Da wir ohne Sponsoren auskommen müssen, sind die Gelder, die erwirtschaftet werden müssen, immens hoch. Sollten wir mit den Veranstaltungen einen Gewinn erwirtschaften, wird dieser an wohltätige Zwecke abgeführt, da das Festival von der gemeinnützigen GmbH "Buddhismus in Frankfurt" veranstaltet wird. Die "BIF" wurde von der Pagode That Hue, dem Tibet-Haus und der Deutschen Buddhistischen Union extra zur Veranstaltung des Festivals gegründet.
Sie haben den Dalai Lama schon einmal getroffen?
Ich habe ihn bereits zweimal treffen dürfen. Das erste Mal sah ich ihn in Wiesbaden vor drei Jahren, das zweite Mal bei einer persönlichen Audienz in Paris im Juni bei der Verleihung der Ehrenbürgerschaft an den Dalai Lama. Es war so unkompliziert und locker mit ihm - wir haben viel mit ihm gelacht. Dieser Mann besitzt eine so starke Aura und positive Ausstrahlung, dass es einen entweder umhaut oder tief beeindruckt.
Interview: Astrid Ludwig

Die Stadt und Region auf einen Blick: unsere neue Übersichtsseite für Frankfurt und Rhein-Main - das Pflicht-Lesezeichen für alle Hessen.
Berichte aus Bad Homburg, Hochtaunus | Bad Vilbel, Wetterau | Darmstadt | Frankfurt | Kreis Groß Gerau | Hanau, Main-Kinzig | Main-Taunus | Mainz | Offenbach | Kreis Offenbach | Wiesbaden.
Facebook | Twitter überregional | Google+
Sehen Sie auch die Ergebnisse nach Stadtteilen als Grafik-Fotostrecke. Außerdem zeigen wir die Top- und Flop-Ergebnisse von Peter Feldmann und Boris Rhein nach Stadtteilen und noch detaillierter nach Wahlbezirken. Alles Weitere im Wahl-Spezial.
Frankfurt Flughafen - Rhein-Main leidet und profitiert von dem Verkehrsknoten gleichermaßen: kurze Wege, aber viel Lärm für die Anwohner. Der Ausbau ist seit Jahrzehnten umstritten. Das Spezial.