kalaydo.de Anzeigen

Interview mit Friederike von Bünau: "Gemeinden haben viel Potential"

Die EKHN-Stiftung fördert die Arbeit an der Basis - und lobt einen Preis für Integrations-Projekte aus. Geschäftsführerin Friederike von Bünau über die Stiftung, ihre Aufgaben und den Wettbewerb.

Friederike von Bünau ist Geschäftsführerin der 2006 gegründeten Stiftung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).
Friederike von Bünau ist Geschäftsführerin der 2006 gegründeten Stiftung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).

Die EKHN-Stiftung hat sich die Aufgabe gestellt, den Dialog zwischen Kirche und Gesellschaft zu fördern. Können Sie Beispiele nennen?

In den Gemeinden hat die Stiftung bisher verschiedene, kleinere Projekte unterstützt, auch hier mit der Idee, den Dialog zwischen Kirche und anderen Institutionen - sei es aus Wirtschaft, Politik, Bildung, Kunst, Kultur zu fördern. Dazu gehören Konzerte, Vortragsreihen und kleinere Ausstellungsprojekte - etwa in sechs Kirchen entlang des Niddaradweges zum Thema Wasser. Mit dem Städel veranstalten wir im November diesen Jahres den Konfirmandentag, zu dem alle Gemeinden eingeladen wurden.

Zur Person

Friederike von Bünau ist Geschäftsführerin der 2006 gegründeten Stiftung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).

Integration in der Gemeinde heißt der Wettbewerb, zu dem die Stiftung bis zum 31. Dezember Anmeldungen entgegennimmt. Bis 31. März 2010 müssen die Teilnehmer ihre Projektbeschreibung und Videos eingereicht haben.

Informationen im Internet unter der Adresse www.aufeinanderzu.de (jur)

Bisher ist die Stiftung hauptsächlich mit der Förderung von Kultur in Erscheinung getreten. Setzen sie jetzt neue Akzente?

Kultur und Bildung sind die Schwerpunkte, die sich das Kuratorium sich für die ersten Jahre gesetzt hat. Dabei ist es immer auch ein großes Anliegen, junge Menschen zu erreichen. Dies soll in allen Gemeinden geschehen. Wir wollen die Idee der Stiftung dort bekannter machen und gleichzeitig zeigen, welche Bedeutung die Arbeit in den Gemeinden für eine intakte Gesellschaft hat, welch großes Potential in ihr steckt.

Deshalb haben Sie einen Wettbewerb zum Thema Integration ausgerufen. Welchen Inhalts sollen die Beiträge sein?

Bei diesem Projekt soll es nicht nur um die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, sondern auch um das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung, zwischen Alt und Jung gehen. Also ein ganz breit gefasster Begriff. Die Gemeinden sollen zeigen, wie Kirche vor Ort das lebt, was ihre zentrale Botschaft ist: Nächstenliebe, Integration als wichtiger Anker für die Gesellschaft. Die Stiftung will eine Plattform schaffen, die das noch deutlicher macht als bisher.

Wie soll Integration sichtbar werden?

Die Gemeinden präsentieren ihre Projekte nicht nur schriftlich. Sie nutzen mit dem Film eine Darstellungsform der heutigen Zeit. So hoffen wir, eine große Öffentlichkeit zu erreichen. Auch den Gemeinden ist es so möglich, verstärkt voneinander zu profitieren, gute Ideen zu übernehmen.

Aber nicht jede Gemeinde besitzt die Technik, einen Film drehen zu können.

Wir unterstützen diesbezüglich auch mit Know-how, und es gibt die Möglichkeit, eine Ausrüstung zu leihen. Wir erwarten keine professionelle Präsentation. Es kommt auf die Eindrücklichkeit, Originalität der Projektidee an. Die Form der Präsentation ist eine Komponente bei der Bewertung.

Was wäre ein beispielhaftes Projekt?

Eine Zielgruppe sind beispielsweise die Konfirmanden, die sich ja auch gerne mit neuen Medien auseinandersetzen. Sie könnten Patenschaften mit einem Seniorenheim eingehen, sich einer Gruppe von Migranten oder Menschen mit Behinderungen öffnen.

Was gibt es zu gewinnen?

Die ersten drei Sieger gewinnen Geldpreise. Es gibt aber auch Gemeinschaftsausflüge zu Konzerten und Kirchentagen. Es geht auch um das Erlebnis als Gruppe, in der Gesellschaft etwas zusammen zu erleben und zu gestalten.

Werden Sie sich künftig verstärkt auf Gemeindeebene engagieren?

Ja sicher. Und wir freuen uns auf Beiträge und Anträge von Gemeinden, denn auch die Arbeit vor Ort möchten wir stärken. Aber wir wollen auch weiterhin größere Projekte initiieren sowie mit anderen Institutionen wie dem Städel, der Oper Frankfurt und dem Filmmuseum Frankfurt zusammenarbeiten - weil man so auch in den Städten ein wichtiges Publikum erreicht. Wir verstehen die Arbeit der Stiftung als Ergänzung des vielfältigen Angebots der Evangelischen Kirche.

Interview: Jutta Rippegather

Datum:  16 | 11 | 2009
Kommentare:  Kommentieren
Empfehlen:  E-Mail
Leserbrief:  Leserbrief
Artikel:  Drucken
Twitter im Landtag
 

Nachrichten aus Frankfurt und Rhein-Main

Anzeige

Social Media
Unser Twitter-Ticker für Frankfurt und Rhein-Main.

 

Facebook | Twitter überregional | Google+
Was bedeutet das hier? FR@Social Media!

Anzeige

Frage des Tages: Sollte man härter gegen Graffiti-Sprayer vorgehen?

Frankfurts Fassaden sind voll von Graffiti. Die Verursacher sind meistens nicht festzustellen. Die Polizei will nun härter gegen Graffiti-Sprayer vorgehen. Was halten Sie davon?

 

OB-Stichwahl in Frankfurt
Wahlergebnis Sehen Sie auch die Ergebnisse nach Stadtteilen als Grafik-Fotostrecke. Außerdem zeigen wir die Top- und Flop-Ergebnisse von Peter Feldmann und Boris Rhein nach Stadtteilen und noch detaillierter nach Wahlbezirken. Alles Weitere im Wahl-Spezial.
Frage des Tages: Welches Thema sollte der neue OB Peter Feldmann zuerst angehen?

Peter Feldmann wird Frankfurts neuer Oberbürgermeister. Welches Thema sollte der Sozialdemokrat in seinem neuen Amt als erstes angehen?

OB-Wahl in Frankfurt
So freuen sich Oberbürgermeister: Petra Roth (CDU) und Peter Feldmann (SPD), letzterer mit der Hand in der Hosentasche, ein Fauxpas.
Machtkampf nach OB-Wahl in Frankfurt 
        

Zählt die Tage bis zum Amtsantritt: Peter Feldmann.
Neuer Oberbürgermeister Frankfurt 
Der neue Oberbürgermeister Peter Feldmann bringt ein neues Team mit.
Nach der OB-Wahl in Frankfurt 
Prinz Asfa-Wossen Asserate.
Nach der OB-Wahl in Frankfurt 
So freuen sich Oberbürgermeister: Petra Roth (CDU) und Peter Feldmann (SPD), letzterer mit der Hand in der Hosentasche, ein Fauxpas.
Nach der OB-Wahl in Frankfurt 
Spezial: Frankfurt Flughafen

Frankfurt Flughafen - Rhein-Main leidet und profitiert von dem Verkehrsknoten gleichermaßen: kurze Wege, aber viel Lärm für die Anwohner. Der Ausbau ist seit Jahrzehnten umstritten. Das Spezial.


Spezial: Der Flughafen wächst weiter
Manche Menschen freuen sich über den Klang von Glocken, andere fühlen sich gestört. (Symbolbild)
Fluglärm in Frankfurt 
        

Für diejenigen Menschen, die unter dem Fluglärm leiden, ist Frankfurt bei weitem nicht „grün“ genug.
Fluglärm in Frankfurt 
        

Wohnen in der Region: Lärm, aber noch kein Schallschutz.
Schleppende Antragsbearbeitung 
        

Nach Sonnenuntergang sollen auch die Flieger unten bleiben.
Nachtflugverbot 

Anzeige

Staumelder

Staumelder 83 Staus mit einer Gesamtlänge von 431km
Zu den Staumeldungen
Spezial

Auch dieses Jahr dürfte beim Schulwechsel der Sturm auf die Gymnasien ungebrochen anhalten. Doch welche Schulen passen eigentlich zu welchen Kindern? Die FR bietet einen Überblick.

Glosse
        

Da steht sie auf ihrem Brunnen in der Klappergasse.

Jeden Tag gibt's nun eine kurze Glosse zu unglaublichen Geschichten aus dem Frankfurter Alltag zu lesen.

 

Anzeige

 
Frankfurter Stadtteil-Porträts
Fragt man in Frankfurt die Leute, was denn die Hauptwache sei, bekommt man viele Antworten. Die einen haben einen Platz vor Augen, andere verwechseln die Hauptwache mit der Zeil. Wieder andere gehen davon aus, mit der Verabredung sei das Café Hauptwache gemeint. Oder auch die Standuhr dahinter.
Frankfurter Innenstadt 
..die Villa Meister. Das prachtvolle und heute denkmalgeschützte Gebäude hatte Herbert von Meister,der  Sohn von Carl Friedrich Wilhelm Meister, einem der Begründer der Farbwerke Hoechst, im Jahr 1902 erworben.
Frankfurt-Sindlingen 
        

Schon schön: Ein Blick in     die Grillparzerstraße im Dichterviertel.
Frankfurt-Dornbusch 
Auf den fruchtbaren Äckern im Frankfurter Norden wird immer noch Landwirtschaft betrieben. Und manch ein Erzeuger vermarktet seine Produkte immer noch selbst.
Frankfurt-Nieder-Eschbach 
Weblog

Seit vielen, vielen Jahren ist "kit" Eishockey-Berichterstatter. Im Blog berichtet er über die Löwen Frankfurt - "in your face".