Die Einführung eines islamischen Religionsunterrichts in Hessen droht zu scheitern. Das Integrationsministerium habe trotz fast zweijähriger Suche keinen islamischen Ansprechpartner gefunden, sagte der stellvertretende Sprecher René Brosius-Linke in Wiesbaden. Bisher liege Minister Jörg-Uwe Hahn (FDP) kein Antrag einer islamischen Religionsgemeinschaft vor.
Hahn werde erneut auf islamische Verbände zugehen, sagte der Sprecher. Sollte in den kommenden Wochen jedoch kein Partner gefunden werden, werde statt eines Religionsunterrichts eine verpflichtende islamische Religionskunde an den hessischen Schulen eingeführt. Spätestens im Februar nächsten Jahres wolle der Minister eine Entscheidung treffen. In Hessen gibt es nach Schätzung des Kultusministeriums rund 60000 islamische Schüler.
Die schwarz-gelbe Landesregierung hatte bei ihrem Antritt die Einführung eines islamischen Religionsunterrichts zu einem wichtigen Ziel erklärt. Alle Fraktionen im Landtag forderten die Regierung dazu auf.
Mittlerweile haben mehrere Sitzungen des „Runden Tisches zur Einführung eines islamischen Religionsunterrichts“ stattgefunden. Dieses Gremium unter Beteiligung des hessischen Kultusministeriums beschloss im Mai, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die einen Lehrplan erarbeiten soll. Die Erarbeitung sei noch nicht abgeschlossen, so das Ministerium.
Für den Fall, dass kein islamischer Ansprechpartner gefunden wird, hatten CDU und FDP in ihrer Koalitionsvereinbarung festgelegt, dass im Fach Ethik eine „religionskundliche Unterweisung in islamischer Religion“ eingeführt werden soll. ( epd)

Die Stadt und Region auf einen Blick: unsere neue Übersichtsseite für Frankfurt und Rhein-Main - das Pflicht-Lesezeichen für alle Hessen.
Berichte aus Bad Homburg, Hochtaunus | Bad Vilbel, Wetterau | Darmstadt | Frankfurt | Kreis Groß Gerau | Hanau, Main-Kinzig | Main-Taunus | Mainz | Offenbach | Kreis Offenbach | Wiesbaden.
Facebook | Twitter überregional | Google+
Sehen Sie auch die Ergebnisse nach Stadtteilen als Grafik-Fotostrecke. Außerdem zeigen wir die Top- und Flop-Ergebnisse von Peter Feldmann und Boris Rhein nach Stadtteilen und noch detaillierter nach Wahlbezirken. Alles Weitere im Wahl-Spezial.
Frankfurt Flughafen - Rhein-Main leidet und profitiert von dem Verkehrsknoten gleichermaßen: kurze Wege, aber viel Lärm für die Anwohner. Der Ausbau ist seit Jahrzehnten umstritten. Das Spezial.