Erneut ist es am Donnerstag zu Übergriffen auf zwei Fahrer von U-Bahn und Bus gekommen. Um kurz nach 21 Uhr fuhr der 35-jährige Fahrer eines Linienbusses über die Adolf-Häuser-Straße in Höchst, als sich zwei junge Männer dem dortigen Zebrastreifen näherten. Da sie nach Aussage des Busfahrers noch recht weit von dem entfernt waren, hielt er nicht an.
Die offenkundig darüber verärgerten jungen Männer hämmerten daraufhin mit Fäusten gegen das Heck des fahrenden Busses und bedachten dessen Fahrer mit wenig schmeichelhaften Worten. Als der Bus kurz darauf an der Haltestelle hielt, stiegen die beiden Mittzwanziger ein, setzten die Pöbeleien fort und versuchten, den Fahrer zu schlagen. Sie flüchteten erst, als der den Bus-Notruf betätigte.
Die zweite Tat ereignete sich gegen 20.40 Uhr an der Endhaltestelle der U 4/U 7 in Enkheim. Drei Teenager blockierten dort die hinteren Türen. Als sie diese trotz Aufforderung nicht freigeben wollten, verwies er sie des Zuges. Auf seinem Rückweg in den Führerstand griffen ihn die drei Jugendlichen an und schlugen ihm mit Fäusten ins Gesicht. Der 48-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht und dort ambulant behandelt.
Da zu diesem Zeitpunkt etwa 30 Menschen um das Geschehen herumstanden bittet die Polizei eventuelle Zeugen, sich mit ihnen - wie auch beim ersten Vorfall - in Verbindung zu setzen. Bereits vorgestern wurden zwei Kontrolleure der VGF bei einem Zwischenfall mit Jugendlichen verletzt.
Eine Mitfahrerin der U2 schilderte gestern der FR den Vorfall am Lindenbaum völlig anders. Demnach seien die Kontrolleure mit äußerster Grobheit und körperlicher Gewalt gegen schwarzfahrende Schüler - einen Jungen und ein Mädchen - vorgegangen, die sich letztlich nur gewehrt hätten. Die Mitreisenden hätten vielmehr mit dem Gedanken gespielt, die Kontrolleure festzuhalten, um ihre Personalien zu erfahren und Strafanzeige zu stellen.

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