Graffiti sollen verschwinden, 250.000 Euro stellt die Stadt ab Januar 2009 bereit, um die Sprühbilder an öffentlichen und privaten Flächen zu beseitigen. Stadtrat Edwin Schwarz eröffnetet die Anti-Graffiti-Kampagne am Donnerstag, indem er selbst eine Schmiererei am Tiefkai nahe der Friedensbrücke entfernte.
Ausgestattet mit einem Hochdruckreiniger spülte der Stadtrat den silbernen Schriftzug in wenigen Minuten runter von der Wand. So einfach lassen sich Wände aber nicht immer reinigen. Schwarz hatte tatkräftige Unterstützung vom Fachmann: Der Malermeister Norbert Dieter und seine Gesellen hatten den Schriftzug zuvor mit Tensit, einem chemischen Reinigungsmittel, eingerieben.
Antrag auf Reinigungszuschuss: Auf dem Postweg sollte das Stichwort "Graffiti-Zuschuss" angegeben werden. An das Hochbauamt, Gerbermühlstr. 48, 60594 Frankfurt. Info unter der Graffiti-Hotline 21237781.
Nach der Reinigung müssen die Maler die Schutzschicht der Wand erneuern. Deswegen empfahl Schwarz, die Graffiti-Entfernung nur professionellen Firmen zu überlassen. Dazu stellt die Stadt 100 000 Euro Fördergeld für private Gebäude bereit. Betroffene können so 50 Prozent ihrer Kosten erstattet bekommen. Allerdings ist der Förderbetrag auf 1500 Euro pro Antrag beschränkt.
Um den Zuschuss zu beantragen, müssen die Betroffenen die entsprechende Stelle fotografieren und von einer Fachfirma begutachten lassen. Dann kann ein formloser Antrag beim Hochbauamt zusammen mit dem Kostenvoranschlag und dem Foto eingereicht werden.
"Graffiti sind kein Kavaliersdelikt oder Kunstwerke, sondern Sachbeschädigungen", sagte Schwarz. 2007 wurden nach seinen Angaben 6403 Quadratmeter Gebäudeflächen in Frankfurt besprüht. Dadurch entstand ein Schaden von rund 550 000 Euro.

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