Und kommt Bar Refaeli auch zu dem Marschmusik-Elysium? Nein. Sie kommt am 18. März zum "Store Opening Cocktail" des neuen Tommy-Hilfiger-Ladens nein, Flagshop-Stires, quatsch, Flagship-Stores an die Börsenstraße. Zusammen mit der Drittplatzierten der vierten Staffel und der Zweitplatzierten der ersten Staffel der dachschädlichen Endlosschleife "Germany´s next Topmodel". Zur Marschmusik aber darf Bar Refaeli nicht, weil sie sich bis heute weigert, ihren eigentlich obligatorischen zweijährigen Wehrdienst in Israel zu leisten.
Weshalb ein israelischer General schon mal dazu aufrief, von ihr beworbene Produkte zu boykottieren. Aber Generäle gehen eh lieber zu Marschmusikkonzerten als zu Tommyhilfigerflagshipshopopenings. Im Gegensatz zu Refeali, und so kommt sich niemand ins Gehege, und wer jetzt noch wissen will, wer Bar Refaeli ist: Sie ist Model und Mehr-oder-weniger-Dauer-Gspusi von Leonardo diCaprio. Und wer jetzt noch wissen will, wer die Drittplatzierte der vierten Staffel und die Zweitplatzierte der ersten Staffel sind, dem ist eh nicht mehr zu helfen.
Björn Gehrmann marschiert ein
Deutschland marschiert ja nur noch höchst selten irgendwo ein. Was allenthalben begrüßt wird - im Ausland sowieso, im Inland größtenteils. Und wenn noch marschiert wird, dann im internationalen Staatenverbund. Und so sind am Donnerstag, 18. März, "Militär- und Blasmusik-Orchester aus der Ukraine, Österreich, Russland, Schweden, Polen, Schottland und natürlich Deutschland" mit dabei, wenn es heißt: "Militär-Musikparade in Frankfurt - Europas größte Tournee marschiert mit 400 Musikern in der Ballsporthalle ein." Das kann ja was werden.
Die Pressemitteilung, ein sonst eher Dinge hochjazzendes Organ, verspricht immerhin "bunte Uniformen und teils überraschende und einfallsreiche Choreographien". Das ist teils ja schon mal nicht ganz schlecht. Und Moderator Björn Gehrmann verspricht als Dreingabe, "dass alle Zuschauer in einen rund dreistündigen Bann von echter, perfekter und handgemachter Blasmusik entführt werden", mit all den Evergreens, die der Opa schon in Sibirien pfiff: Radetzky-Marsch, Alte Kameraden, Bolero. Wenn uns die Genfer Konventionen nicht vor sowas schützen, vor was dann?
Christoph Krämer fällt was ein
Wobei Mode ja nicht zwangsläufig mit Firlefanz Hand in Hand gehen muss. Etwa am Mittwoch, 17. März, wenn im Museum für Angewandte Kunst um 19 Uhr die Ausstellung "Amazons in Fashion" eröffnet wird. Sie zeigt Kollektionen des Hamburger Modelabels "abteilung: k". Das k, sagt der Maler Christoph Krämer, der das Label vor drei Jahren mit seiner Tochter Laura gründete, stehe für vieles, vor allem für Kleidung, aber auch für Krebs, Kampf und krank. Denn "abteilung: k" entwirft Kleider für Frauen, die durch Krebs eine Brust verloren haben.
Karlheinz Bührmann hat alles im Griff
Und was macht eigentlich Stadtverordnetenvorsteher Karlheinz Bührmann (CDU)? Das städtische Presse- und Informationsamt vermeldet heute: Nichts, nada, business as usual. Gutes Zeichen. Alles ruhig. Die Offenbacher stehen also nicht ante portas, um Bar Refaeli zu rauben. Zuzutrauen wär´s denen ja. ( skb)

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