Die Konturen zeichnen sich schon länger ab, ein genaues Bild der Kommunikationsbranche in Frankfurt und der Region, also der Informations- und Telekommunikationsbranche (ITK) samt Internetdienstleistern, das gibt es nicht - noch nicht.
Denn mit der Dynamik, mit der sich die Branche entwickelt und verändert - der Kommunikationsdienstleister Ancotel ist als Telefonkartenanbieter vor zehn Jahren gestartet und vernetzt heute internationale Telefongesellschaften - wächst auch langsam das Bedürfnis, genauere Kenntnisse über das zu erlangen, was Frankfurt stark macht. Dabei hat die Stadt früh erkannt, damals noch unter führender Mitwirkung von Baudezernent Hanskarl Protzmann, welche Bedeutung die Liberalisierung der Telekommunikation für die Stadt hat - weshalb Frankfurt schon 1995 privaten Anbietern wie Colt erlaubte, Glasfaserkabel zu verlegen.
Das Netz hat heute eine Länge von mehr als 4000 Kilometern. DSL, Satellitenempfang, UMTS und WLAN-Hotspots sind in der Innenstadt flächendeckend vorhanden, wirbt die Wirtschaftsförderung der Stadt. Neben dem Internetknoten Decix sitzt die zentrale Registrierungsstelle für Internetadressen (Denic) in Frankfurt.
Außerdem unterhält die Deutsche Telekom ihr International Net Management in Frankfurt, von dem aus sämtliche Telekom-netze weltweit überwacht werden. Mehr als 2700 Unternehmen sind in Frankfurt in der ITK-Branche tätig, bei denen 16800 Beschäftigte in Lohn und Brot stehen. Zu den bedeutenden ITK-Unternehmen zählen laut Wirtschaftsförderung Ascom, Avaya, Colt, Dell, DB Systel, Interxion, Lufthansa Systems, MSI, Nortel und die T-Systems. Neben den Unternehmen sind alle großen Berater wie CSC Ploenzke, IBM, BearingPoint in Frankfurt vertreten. Ferner ist die Deutsche Börse "eines der weltweit führenden Technologie-Unternehmen für den E-Commerce". (schu)

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