Die Pläne der hessischen Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) zur Einführung eines islamischen Religionsunterrichts an hessischen Schulen haben am Dienstag für Wirbel gesorgt. Die hessische SPD-Fraktion, die sich in der Opposition befindet, begrüßte die Pläne und sicherte der Kultusministerin Unterstützung für die Umsetzung des Projekts zu.
Fortschritte in Sachen Islamunterricht seien seit langem überfällig, teilte der integrationspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Gerhard Merz, mit. Wenn die Ministerin diesen Schritt tatsächlich wagen wolle, werde sie die SPD an ihrer Seite finden.
Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) kritisierte indes die Pläne von Kultusministerin Dorothea Henzler. "Es ist ein absurder Gedanke, dass ein nach Religionen getrennter Unterricht zur besseren Integration beitragen könnte", sagte ein IBKA-Sprecher am Dienstag in Oberursel. Henzlers Pläne seien ein Schritt in die falsche Richtung.
Viel eher diene dem Ziel der Integration ein Unterricht in Ethik, Religions- und Weltanschauungskunde für alle Schüler, hieß es weiter.
Die hessischen Jungen Liberalen Hessen erklärten am Montag in einem anderen Zusammenhang, dass sie einen überkonfessionellen Religionskundeunterricht bevorzugt hätten. Dieses Projekt sei jedoch bisher am Widerstand der CDU gescheitert. Kultusministerin Dorothea Henzler war am Dienstag zu keinerlei Stellungnahme bereit. ddp

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