Gießen. Lebensmittelprüfer des Hessischen Landeslabors (LHL) haben in vier Fruchtsäften und Apfelweinen einen zu hohen Aluminiumgehalt festgestellt. Sie untersuchten insgesamt 74 Proben.
"Aluminium kann Gesundheitsschäden verursachen, wenn es in größeren Mengen und über einen längeren Zeitraum aufgenommen wird", erklärte der Direktor des in Gießen ansässigen Landesbetriebs, Hubertus Brunn.
Das Landeslabor habe die Hersteller der vier beanstandeten Proben "aufgefordert, Maßnahmen zur Reduzierung der Aluminiumgehalte einzuleiten, so dass künftig der Wert von maximal acht Milligramm pro Liter Getränk eingehalten wird", sagte Brunn.
In zwei Apfelsäften hatten die Prüfer 22,7 beziehungsweise 47,3 Milligramm Aluminium pro Liter gefunden, in einem Apfelwein 14,7 und in einem Sauerkirschnektar 18,8 Milligramm pro Liter.
Untersucht wurden 30 Apfelsäfte, 13 andere Fruchtsäfte und 31 Apfelweine. Das Bundesinstitut für Risikobewertung stuft nach Auskunft des LHL einen Aluminiumgehalt von bis zu acht Milligramm pro Liter als ungefährlich ein, Kinder sollten möglichst nicht mehr als zwei Milligramm pro Liter und Tag zu sich nehmen.
Das Metall gelangt in Fruchtsäfte und -weine hauptsächlich durch aluminiumhaltige Lagertanks. Das Hessische Landeslabor hält daher eine schützende Innenlackierung in diesen Tanks für notwendig. (ddp)

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