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Rhein-Main und Hessen
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10. September 2010

Landtagswahl in Hessen: Bouffier will 2013 antreten

 Von Pitt von Bebenburg
Daumen hoch: Volker Bouffier will die CDU in den Landtagswahlkampf 2013 führen. Foto: REUTERS

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier versteht sich nicht als Mann des Übergangs: Der Christdemokrat ruft sich zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl aus. Und auch an den stellvertretenden Bundesvorsitz denkt er.

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Wiesbaden –  

Der neue hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will Spitzenkandidat seiner Partei zur nächsten Landtagswahl Ende 2013 werden. „Ja klar werde ich die CDU in den Landtagswahlkampf führen“, sagte Bouffier am Freitag im Radiosender hr-info. Der langjährige Innenminister war am 31. August zum Nachfolger von Roland Koch (CDU) gewählt worden. Der hessische FDP-Vorsitzende Jörg-Uwe Hahn sagte der Frankfurter Rundschau: „Wer sich jetzt zur Wahl des Ministerpräsidenten gestellt und hundert Prozent Zustimmung der Koalition erhalten hat, der wird natürlich auch der Spitzenkandidat sein.“

Am Wochenende soll Bouffier bei einer Klausurtagung der Hessen-CDU in Schlangenbad als kommender Spitzenkandidat für Hessen und als Anwärter für den stellvertretenden Bundesvorsitz der Partei bestimmt werden. Die Christdemokraten wollen auch über den Umgang mit der umstrittenen CDU-Bundestagsabgeordneten Erika Steinbach beraten. Und Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wird für eine Diskussion über die Wehrpflicht erwartet.

Wer 2013 der Herausforderer von Amtsinhaber Bouffier wird, steht formal noch nicht fest. In der SPD ist Thorsten Schäfer-Gümbel jedoch als Vorsitzender von Landespartei und Landtagsfraktion der naheliegende Kandidat. SPD-Generalsekretär Michael Roth griff Bouffier an. Er solle sich „zunächst ans Regieren machen, bevor er seinen Wahlkampf plant“.

Bei den Grünen, die in bundesweiten Umfragen nahe an die SPD herangerückt sind, wird nicht über Kandidatenfragen diskutiert. „Eine eigene Spitzenkandidatur ist eine Frage, die sich bei den hessischen Grünen derzeit niemand stellt“, sagte Geschäftsführer Kai Klose. „Wir werden angesichts unserer hervorragenden Umfragewerte auf Bundesebene nicht übermütig.“

Linken-Chef Ulrich Wilken sagte, Bouffier schlage einen angenehmeren Umgangston an als Koch, stehe aber auch „für die rechte Hardcore-CDU“. Für die Linke sei entscheidend, „wie sich die SPD aufstellt – ob sie einen Politikwechsel will und bereit ist, gemeinsam mit uns daran zu arbeiten“.

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