Bei der Einführung der kostspieligen Lehrer- und Schülerdatenbank (LUSD) hat das Land nicht nur beispiellos geschlampt. Auch die Überprüfung der Vorgänge wurde im Kultusministerium manipuliert. Das hat der Hessische Rechnungshof in einem Bericht festgestellt, der am Mittwoch in einer Sitzung des Landtags-Haushaltsausschusses bekannt wurde. „Das ist schlicht und einfach skandalös“, so der SPD-Finanzpolitiker Marius Weiß.
Die Rechnungsprüfer hielten fest: „Während unserer örtlichen Erhebungen wurde die Dokumentation mit Protokollen und Berichten nachträglich ergänzt. In anderen Fällen wurden einzelne Elemente bzw. ein vollständiger Ordner gelöscht.“ Ein Sprecher der Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP), die damals noch nicht im Amt war, sagte, es sei damals „die Ablagestruktur in einigen Optimierungsverfahren verändert und Dateien in andere Ordner kopiert“ worden. „Vermeintlich leere Ordner wurden daraufhin gelöscht, dabei gingen womöglich Daten verloren.“ Die Datenbank sollte den Zugriff auf Daten über Schüler, Lehrer, Unterricht und Vertretungen bündeln, funktionierte aber in den ersten Monaten nicht richtig. ( pit)
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