Wiesbaden. Mehrere Tausend Lehrer und Schüler haben am Dienstag in Wiesbaden für bessere Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte demonstriert. Bereits vor Beginn des Demonstrationszuges hätten sich vor dem Hauptbahnhof mehr als 2000 Menschen versammelt, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Bis zur Abschlusskundgebung vor dem Kultusministerium am Nachmittag sei noch mit einer steigenden Anzahl von Demonstranten zu rechnen. Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) Hessen hatte landesweit Lehrer zu diesem Warnstreik aufgerufen. An der Aktion beteiligten sich auch Studenten.
Dem Kultusministerium lagen eigenen Angaben zufolge noch keine Zahlen darüber vor, wie viele Lehrer streikten und wie viele Unterrichtsstunden in Hessen deshalb ausfielen. Eine Einschätzung darüber könne es voraussichtlich erst am Mittwoch geben, hieß es.
Die von dem Ausstand betroffenen Schulen versuchten, den Schulbetrieb aufrechtzuerhalten. Eine Sprecherin der Integrierten Gesamtschule Nordend in Frankfurt am Main gab an, dass etwa ein Drittel des insgesamt 60 Lehrer umfassenden Kollegiums an dem Bildungsstreik teilgenommen hätte.
Die GEW fordert für die Lehrkräfte im Schuldienst des Landes "professionelle Arbeitsbedingungen für professionelle Arbeit". Unter anderem müsse die Pflichtstundenzahl gemäß des neuen Tarifvertrags für die Angestellten gekürzt werden. Frei werdende Stellen sollten zudem mit voll ausgebildeten Lehrkräften besetzt und die Altersteilzeitregelung fortgesetzt werden.

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