Die 660 Beschäftigten der Carl Zeiss-Firmen am Standort Wetzlar bekommen das Geld zurück, das sie ihrem Unternehmen im vergangenen Jahr in der Krise zur Verfügung gestellt hatten.
Laut Ergänzungstarifvertrag wurde Urlaubs- und Weihnachtsgeld einbehalten. Jetzt haben sich IG Metall und die Carl Zeiss AG auf eine Rückzahlung geeinigt. Auch die Beschäftigten der Carl Zeiss-Firmen an der Lahn, Sports Optics, SMT und Optronics, bekommen laut Gewerkschaft die ersten Zahlungen mit der April-Abrechnung dieses Jahres: Die Hälfte des einbehaltenen Urlaubs- und Weihnachtsgelds aus 2009 käme dann aufs Konto. Die andere Hälfte werde je nach Geschäftsverlauf ganz oder teilweise mit der Dezember-Abrechnung ausgezahlt. Das Urlaubsgeld 2010 soll komplett mit der Mai-Abrechnung überwiesen werden. In den Folgejahren werde das Urlaubsgeld immer mit der Mai-Abrechnung gezahlt. Für den einzelnen Arbeitnehmer gehe es dabei um eine Summe von rund 4000 Euro.
Laut Ferdinand Hareter von der IG Metall Mittelhessen bleiben die restlichen Vereinbarungen des Ergänzungstarifvertrages bestehen. So seien betriebsbedingte Kündigungen bis Ende September 2010 ausgeschlossen. Für den Standort Wetzlar seien gesonderte Gespräche vereinbart worden. Die Betriebsparteien würden die Zukunftsperspektiven der einzelnen Firmen und des Standorts erörtern.
Mit dem Ergänzungstarifvertrag hatten die Beschäftigten die Liquidität des Unternehmens in schwierigen Zeiten gesichert. (pdi)

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