Seit November 2009 mussten die rund 450 Mitarbeiter beim Hersteller von Verpackungsmaschinen Rovema bei Gießen um ihre Firma bangen. Nun ist - vorerst - Aufatmen angesagt, denn eine Investorengruppe hat einen Kaufvertrag mit Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner unterzeichnet, der Gläubigerausschuss hat bereits zugestimmt.
Nach Mitteilung von Plathner haben sich die Erlöse von Rovema auf hohem Niveau stabilisiert, die Zusammenarbeit mit Belegschaft und Betriebsrat sei gut gewesen. Die jetzt gefundene Lösung sei "zukunftsweisend und tragfähig", so Plathner. Details sind noch keine bekannt, auch nicht zu den Plänen der neuen Eigentümer für die Belegschaft. Bislang habe es nur einzelne Abgänge im Rahmen der natürlichen Fluktuation gegeben, so ein Sprecher von Plathner, in der Zukunft werde es Veränderungen geben.
Käufer von Rovema sind die laut Pressemeldung "erfahrenen Maschinenbaumanager" Sepp Lachenmaier, Winfried Ley und Thomas Becker. Lachenmaier ist Geschäftsführer bei der Wuppertaler Unternehmensberatung für Antriebstechnik Intech Power Transmission. Die Investorengruppe möchte ihr Konzept in den nächsten Tagen der Öffentlichkeit vorstellen.
Noch keinen Grund zur Erleichterung gibt es beim kleineren Rovema-Schwesterunternehmen Hassia-Piltz in Butzbach. Hier gibt es noch Verhandlungen mit mehreren Interessenten. Die Gespräche seien in der Endphase und würden voraussichtlich in den nächsten Wochen abgeschlossen, so der Sprecher von Plathner. Die rund 60 Mitarbeiter seien nach wie vor in Kurzarbeit, die jedoch verringert worden sei. (ust)

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