Wie kann ich programmieren, dass Roberta einen Stift halten kann und beim Fahren malt?", ruft ein Mädchen quer durch die Kinderwerkstatt des Museums für Kommunikation. Zwölf Mädchen sitzen konzentriert über Lego-Roboter gebeugt, sie sind zwischen acht und zwölf Jahre alt und sollen sich für Dinge begeistern, die sonst eher Jungen mögen: Technik und Informatik. Beim "Roberta-Workshop" geht es darum, die selbst gebauten Konstruktionen am Rechner zu programmieren - so dass sie geradeaus und um die Kurve fahren, blinken und piepsen können.
Petra Bröhl leitet den Workshop, sie ist Sozialpädagogin beim Internationalen Bund. "Die Mädchen sollen früh mit Technik in Berührung kommen. Außerdem sollen sie durch den spielerischen Zugang mehr Spaß an Mathe oder Physik in der Schule finden", sagt sie. Durch frühen Kontakt mit den klassischen Lieblingsfächern der Jungs wolle man dafür sorgen, dass mehr junge Frauen einen naturwissenschaftlichen Berufsweg einschlagen.
Weihnachtskarten können Kita-Gruppen und Schulklassen von November bis Dezember basteln. Die Teilnahme am 90-minütigen Workshop kostet drei Euro.
Bei der Zeitungs-Werkstatt mit Janosch dreht sich am Freitag, 27. November, von 15 bis 18 Uhr alles um die Übermittlung von Nachrichten. Kinder ab acht Jahren schreiben Artikel über die Janosch-Ausstellung und machen Fotos. Ihre Zeitung wird Teil der Kinder-Museums-Zeitung.
Wo kommt eigentlich die Currywurst her? Diese und andere kulinarische Fragen beantwortet die Ausstellung "Satt? Kochen - Essen - Reden", die bis 7. Februar zu sehen ist. Führungen sind sonntags um 16 und mittwochs um 15 Uhr. Anmeldung beim Museum, Schaumainkai 53, Telefon 069 / 60 60 0
Ein Lego-Bausatz kostet etwa 250 Euro. Er wird vom Fraunhofer Institut für Autonome Intelligente Systeme finanziert. Eine Anleitung erklärt den Mädchen genau, wie eine "Roberta" zusammengesetzt wird, damit sie zum Leben erwacht.
Spezielle Sensoren an der Stoßstange senden beim Kontakt mit einem Hindernis Signale an den Chip im Innern, der dann die Ausführung der gewünschten Bewegungen und Geräusche auslöst. Der Programmierung der Roboter sind keine Grenzen gesetzt: Während die Mädchen gespannt auf dem Boden sitzen und ihrem Robotern beim Fahren zuschauen, schieben sie immer wieder ihren Fuß in den Weg, so dass der Roboter reagieren muss und sich der Programmierung entsprechend verhält. Während der Testphasen fallen den Mädchen auch immer wieder neue Ideen ein: "Petra, kann man den Roboter auch zickzack fahren lassen?", ruft ein Mädchen aufgeregt, während ihre Teamkollegin schon wieder am Laptop sitzt, und die übrigen Mädchen Namensschilder basteln.
Dass sich die Mädchen beim Programmieren mit dem Zusammenspiel von Zeit und Bewegung auseinandersetzen müssen, sei eine weitere interessante Herausforderung, betont die technische Betreuerin, während das erste Team schon mit seiner fertigen und fahrtüchtigen Roberta fotografiert wird.

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