Am einfachsten ist es eigentlich, gar nicht erst in eines der Museen zu gehen. Sonst steht man nur vor der Qual der Wahl - und ärgert sich im Nachhinein, was man wieder alles verpasst hat. Oder wie sollten sich Besucher entscheiden, wenn zum Museumsuferfest 19 Institute und Museen über drei Tage lang mit Führungen, Workshops und Konzerten locken?
Wer gerecht ist, der könnte versuchen, allen Einrichtungen einen Besuch abzustatten - was stressig werden könnte. Besser ist es deshalb, eine Auswahl anhand der Örtlichkeiten zu treffen. Das könnte dann so aussehen: Die Tour startet zum Auftakt des Festes am Freitag am Museum für Komische Kunst am Weckmarkt. Dort ist erstmals ein Festival der Komik angesagt. Erstes Highlight ist um 20 Uhr, dann erobern die Berliner Künstler von FIL mit Sharky die Bühne. Wer zu später Stunde noch nicht nach Hause möchte, kann einen Abstecher über den Holbeinsteg nach Sachsenhausen machen. Dort spielt bis Mitternacht die Gruppe Bossa 4 im Garten des Liebieghauses brasilianische Musik.
Freitag, 28. August
11-17 Uhr: Kreativstation "Tiere unter der Stadt" im Kindermuseum, An der Hauptwache 15.
15 Uhr: Führung durch die Ausstellung "Und merkt Euch, wie der Teufel spaße. Bernhard Heisig und Goethes Faust", Goethe-Haus, Großer Hirschgraben.
18 Uhr:Führung Gemini Dressage durch Sarah Morris Ausstellung, Museum für Moderne Kunst, Domstraße 10.
Samstag, 29. August
11, 14 , 18 Uhr: Galliens Statthalter Varus und sein Gefolge lagern am Archäologischen Museum, Karmelitergasse 1.
14-19 Uhr: "Hebräisch in zehn Minuten", Museum Judengasse, Kurt-Schumacher-Straße 10.
16 Uhr: Ariadne auf dem Panther, Kinder führen Kinder durch das Skulpturenmuseum Liebieghaus, Schaumainkai 71.
16.30-18 Uhr: Westafrikanische Gusstechnik, Museum der Weltkulturen, Schaumainkai 29-37.
Sonntag, 30. August
14-17 Uhr: Künstlertypen, Kinder ab neun Jahren posieren für Selbstportraits, Schirn Kunsthalle, Römerberg.
14-18 Uhr: Führungen zur Frankfurter jüdischen Geschichte und Kultur, Jüdisches Museum, Untermainkai 14-15.
11-20 Uhr: Führungen durch die Ausstellung "Die Weiße Stadt. Tel Avivs Moderne", Deutsches Architektur-museum, Schaumainkai 43.
Der Samstag dann könnte anspruchsvoll am Museum Giersch, am süd-westlichen Zipfel des Museumsufers, beginnen. Dort erzählt Gertrud Gilbert von der Begeisterung der Frankfurter für Schiller vor 150 Jahren. Weiter wird zum Museum für Kommunikation geschlendert. Dort stellt die Schau "Frauen, die forschen" um 16 Uhr 25 Spitzen-Naturwissenschaftlerinnen vor. Wer möchte, kann direkt im Anschluss noch eine Brief-Sortiermaschine in Aktion erleben. Gleich nebenan zeigt um 17.30 Uhr das Filmmuseum "Kurzfilm-Schätze" aus dem Archiv. Letzte ruhige Station vor einem turbulenten Abend am Main könnte eine Führung durch die Epochenräume in der Historischen Villa Metzler sein, zu der das Museum für Angewandte Kunst einlädt.
Der Sonntag könnte für Familien im Städel beginnen. Dort ist um 12 Uhr ein Märchenerzähler zugange, danach können sich Mädchen und Jungen in einem Workshop dem Formspiel widmen. Wer genug vom Fluss hat, der kann einen Abstecher in die Innenstadt einplanen. Dort hat das Museum für Moderne Kunst um 16 Uhr die Familienführung durch die Pop Art-Ausstellung Yellow and Green im Programm. Am Römerberg lockt das Historische Museum mit Führungen über das Leben von Struwwelpeter-Schöpfer Heinrich Hoffmann.

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