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Neonazi-Musiker verurteilt: Hetze auf CD

Der aus dem nordhessischen Melsungen stammende Schlagzeuger der Musikband "Kommando Freisler" muss wegen Volksverhetzung 3600 Euro zahlen, urteilte das Amtsgericht Herzberg am Harz am Dienstag.

Ein Neonazi-Musiker aus Nordhessen ist in Niedersachsen zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der aus Melsungen stammende Schlagzeuger der Musikband "Kommando Freisler" muss wegen Volksverhetzung 3600 Euro zahlen, urteilte das Amtsgericht Herzberg am Harz am Dienstag; der aus Bad Lauterberg stammende Sänger und Texter der Gruppe wurde zu 3000 Euro verurteilt. Beide waren nach Feststellung des Gerichts an der CD "Geheime Reichssache" beteiligt, die zahlreiche menschenverachtende Texte enthalte.

Die Anklage, die Haftstrafen zur Bewährung verlangt hatte, will Berufung gegen das Urteil einlegen. Angesichts der menschenverachtenden Mordhetze gegen Juden auf der CD seien Geldstrafen nicht ausreichend, sagte Oberstaatsanwalt Hans- Hugo Heimgärtner. Läge die Herstellung der CD nicht schon sechs Jahre zurück, hätte er Haftstrafen ohne Bewährung gefordert. Die Verteidigung hatte für den Texter 2000 Euro Geldstrafe und für den Schlagzeuger Freispruch verlangt.

Roland Freisler war bis zu seinem Tode 1945 Präsident des Volksgerichtshofes und für viele Rechtsbeugungen und Todesurteile verantwortlich. Der Nazi-Richter hatte auch eine Anwaltskanzlei in Kassel. (dpa)

Datum:  3 | 11 | 2009
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