kalaydo.de Anzeigen

Neue Kommunikation: Die Café-Gesellschaft

Marie-Francoise Marquès organisiert Treffen von Expats im Café Crawl. Über das Online-Netzwerk Facebook. Und gerne in Bornheim. Von Jürgen Schultheis

Das Projekt Café Crawl hat Marie-Francoise Marquès  im vergangenen Jahr von dem Australier Patrick Phelan übernommen. Seitdem wächst die Community immer stärker.
Das Projekt "Café Crawl" hat Marie-Francoise Marquès im vergangenen Jahr von dem Australier Patrick Phelan übernommen. Seitdem wächst die Community immer stärker.
Foto: FR/Schick

Jetzt stehen Sie in dieser fremden Stadt und wissen nicht so recht, wo es lang geht. Wo gibt´s einen guten Italiener, welcher Bäcker bietet die besten Schrippen an, vor allem aber: Wo treffen Sie Menschen, die zu Bekannten und am Ende womöglich zu Freunden werden können?

Wenn Sie jetzt in Frankfurt angekommen sind, haben Sie Glück gehabt. Frankfurt hat nicht nur eine imposante Skyline, einen tollen Grüngürtel und jede Menge Apfelwein, Frankfurt hat auch Marie-Francoise Marquès. Die 45-Jährige bietet Ihnen das Vademecum für den schnellen Einstieg in die Stadt, den Zugang zu ihren Menschen und das Mittel, mit dem jeder seine "Heimat erfinden kann", sagt die 45-Jährige.

Mehr zum Thema

Das Instrument, das sie nutzt, ist Facebook, der Titel des Projektes lautet "Café Crawl". Wer sich dort anmeldet, ist mit einem Mal Teil einer Gruppe von Menschen aus fast allen Teilen der Welt, Menschen aus mehr als 30 Staaten, Menschen, die über Facebook den ersten Kontakt aufnehmen und die Möglichkeit haben, sich jeden Montag in einem Café oder einer Kneipe in Bornheim zu treffen und kennenzulernen.

Wanderer zwischen den Welten

Wanderer zwischen den Welten - die Crawler kommunizieren in der virtuellen und der realen Welt gleichermaßen, pflegen die virtuelle Community online, ohne auf den freundlichen Umgang beim Gespräch Aug´ in Aug´ zu verzichten. Der gute Geist, der US-Amerikaner, Chilenen und Bulgaren, der Japaner, Malayen und Portugiesen leitet, heißt Marie-Francoise Marquès.

Die 45-Jährige organisiert die Treffen, nimmt sich die Zeit, die umfangreichen wie verbindlichen Reports über und für die Teilnehmer zu schreiben und wählt den montäglichen Veranstaltungsort für die Treffen aus. "Menschen zusammenzuführen", sagt die Chef-Crawlerin, das sei ihr ein Herzenswunsch. Was auch daran liegen mag, dass Marquès als Tochter eine Diplomaten immer wieder Länder und Städte hat wechseln und neue Sprachen lernen müssen.

Das Projekt "Café Crawl" hat sie im vergangenen Jahr von Patrick Phelan übernommen. Der Australier hatte sich damals einen Traum erfüllt, als er nach Europa aufgebrochen war und in Frankfurt eine Heimat auf Zeit gefunden hatte. Phelan hatte Ende Juli 2007 das Café Crawl gegründet und zu einem ersten Treffen eingeladen, "zu dem gleich 30 Interessierte gekommen sind". Weil Phelan seinen Job in Frankfurt verlor und weiterziehen musste, übernahm Marquès das Café.

Die Community wächst stetig

Und seither wächst die Community: Zuweilen treffen sich an den Montagen fast 100 Expats, Ausländer also, die in Deutschland arbeiten, ohne die Staatsbürgerschaft anzunehmen. Dass das Crawl beliebt und von den Teilnehmern geschätzt wird, liegt nicht zuletzt an den Reports von Marie-Francoise Marquès. Wer neu ist im Crawl, wird freundlich eingeführt in die Gruppe, gibt es Neuigkeiten über die Teilnehmer - und die gibt es eigentlich immer - berichtet die 45-Jährige im Report darüber. Dass in dieser offenen Runde mit Teilnehmern ohne Allüren keine Snobs willkommen sind, bedarf keiner Erklärung.

Ohne Internet, ohne die Angebote der sozialen Netze, des Web 2.0 mit MySpace und Facebook, wären solche Treffen zwar möglich - aber keineswegs so einfach und mitnichten so leicht im Zugang. Das Internet ist ein Instrument, sagt Marquès, ein sehr nützliches zwar, aber eben doch nur ein Instrument. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Autor:  Jürgen Schultheis
Datum:  30 | 10 | 2009
Kommentare:  Kommentieren
Empfehlen:  E-Mail
Leserbrief:  Leserbrief
Artikel:  Drucken
Twitter im Landtag
 

Nachrichten aus Frankfurt und Rhein-Main

Anzeige

Social Media
Unser Twitter-Ticker für Frankfurt und Rhein-Main.

 

Facebook | Twitter überregional | Google+
Was bedeutet das hier? FR@Social Media!

Anzeige

Frage des Tages: Sollte man härter gegen Graffiti-Sprayer vorgehen?

Frankfurts Fassaden sind voll von Graffiti. Die Verursacher sind meistens nicht festzustellen. Die Polizei will nun härter gegen Graffiti-Sprayer vorgehen. Was halten Sie davon?

 

OB-Stichwahl in Frankfurt
Wahlergebnis Sehen Sie auch die Ergebnisse nach Stadtteilen als Grafik-Fotostrecke. Außerdem zeigen wir die Top- und Flop-Ergebnisse von Peter Feldmann und Boris Rhein nach Stadtteilen und noch detaillierter nach Wahlbezirken. Alles Weitere im Wahl-Spezial.
Frage des Tages: Welches Thema sollte der neue OB Peter Feldmann zuerst angehen?

Peter Feldmann wird Frankfurts neuer Oberbürgermeister. Welches Thema sollte der Sozialdemokrat in seinem neuen Amt als erstes angehen?

OB-Wahl in Frankfurt
So freuen sich Oberbürgermeister: Petra Roth (CDU) und Peter Feldmann (SPD), letzterer mit der Hand in der Hosentasche, ein Fauxpas.
Machtkampf nach OB-Wahl in Frankfurt 
        

Zählt die Tage bis zum Amtsantritt: Peter Feldmann.
Neuer Oberbürgermeister Frankfurt 
Der neue Oberbürgermeister Peter Feldmann bringt ein neues Team mit.
Nach der OB-Wahl in Frankfurt 
Prinz Asfa-Wossen Asserate.
Nach der OB-Wahl in Frankfurt 
So freuen sich Oberbürgermeister: Petra Roth (CDU) und Peter Feldmann (SPD), letzterer mit der Hand in der Hosentasche, ein Fauxpas.
Nach der OB-Wahl in Frankfurt 
Spezial: Frankfurt Flughafen

Frankfurt Flughafen - Rhein-Main leidet und profitiert von dem Verkehrsknoten gleichermaßen: kurze Wege, aber viel Lärm für die Anwohner. Der Ausbau ist seit Jahrzehnten umstritten. Das Spezial.


Spezial: Der Flughafen wächst weiter
Manche Menschen freuen sich über den Klang von Glocken, andere fühlen sich gestört. (Symbolbild)
Fluglärm in Frankfurt 
        

Für diejenigen Menschen, die unter dem Fluglärm leiden, ist Frankfurt bei weitem nicht „grün“ genug.
Fluglärm in Frankfurt 
        

Wohnen in der Region: Lärm, aber noch kein Schallschutz.
Schleppende Antragsbearbeitung 
        

Nach Sonnenuntergang sollen auch die Flieger unten bleiben.
Nachtflugverbot 

Anzeige

Spezial

Auch dieses Jahr dürfte beim Schulwechsel der Sturm auf die Gymnasien ungebrochen anhalten. Doch welche Schulen passen eigentlich zu welchen Kindern? Die FR bietet einen Überblick.

Glosse
        

Da steht sie auf ihrem Brunnen in der Klappergasse.

Jeden Tag gibt's nun eine kurze Glosse zu unglaublichen Geschichten aus dem Frankfurter Alltag zu lesen.

 

Anzeige

 
Frankfurter Stadtteil-Porträts
Fragt man in Frankfurt die Leute, was denn die Hauptwache sei, bekommt man viele Antworten. Die einen haben einen Platz vor Augen, andere verwechseln die Hauptwache mit der Zeil. Wieder andere gehen davon aus, mit der Verabredung sei das Café Hauptwache gemeint. Oder auch die Standuhr dahinter.
Frankfurter Innenstadt 
..die Villa Meister. Das prachtvolle und heute denkmalgeschützte Gebäude hatte Herbert von Meister,der  Sohn von Carl Friedrich Wilhelm Meister, einem der Begründer der Farbwerke Hoechst, im Jahr 1902 erworben.
Frankfurt-Sindlingen 
        

Schon schön: Ein Blick in     die Grillparzerstraße im Dichterviertel.
Frankfurt-Dornbusch 
Auf den fruchtbaren Äckern im Frankfurter Norden wird immer noch Landwirtschaft betrieben. Und manch ein Erzeuger vermarktet seine Produkte immer noch selbst.
Frankfurt-Nieder-Eschbach 
Weblog

Seit vielen, vielen Jahren ist "kit" Eishockey-Berichterstatter. Im Blog berichtet er über die Löwen Frankfurt - "in your face".