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09. Februar 2010

Neue U-Bahn-Strecke: Nächster Halt Europaviertel

 Von Claus-Jürgen Göpfert
Im Jahr 2012 soll mit dem Bau der neuen U-Bahn-Trasse begonnen werden. Foto: dpa

Die Stadt will 2012 mit dem Bau einer neuen U-Bahn-Strecke beginnen, die das Europaviertel erschließen soll. Die drei Kilometer lange Trasse kostet 215 Millionen Euro. Von Claus-Jürgen Göpfert

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Europaviertel

Der neue Stadtteil südlich der Frankfurter Messe geht auf einen Entwurf des Frankfurter Planungsbüros Speer und Partner aus dem Jahre 1999 zurück. Östlich und westlicgh der Emser Brücke sind auf dem Gelände des früheren Frankfurter Hauptgüterbahnhofs 3800 Wohnungen für 9500 Menschen und 30 000 Arbeitsplätze vorgesehen.

Die Baufläche ist knapp 100 Hektar groß. Im Zentrum liegt künftig mit dem "Europagarten" eine mehr als sechs Hektar große Grünzone. (jg)

Frankfurts U-Bahn-Netz soll wachsen. 2012 will die Stadt mit dem Bau einer neuen Strecke beginnen, die zwischen Hauptbahnhof und Messe von der heutigen D-Strecke abzweigt. Diese drei Kilometer lange Linie wird das neue Europaviertel südlich der Messe erschließen, wie Michael Budig, Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) im Gespräch mit der FR sagte.

Die Immobiliengesellschaft Aurelis, Besitzerin des westlichen Teils des Europaviertels, hat jetzt mit den Bauarbeiten für das neue Stadtquartier begonnen, in dem 10000 Menschen arbeiten und 3000 Menschen wohnen sollen. Wie Budig sagte, geht die jetzige positive Kosten-Nutzen-Analyse von täglich im Schnitt 30000 Fahrgästen für die neue U-Bahn aus.

Der Bau der drei Kilometer lange Strecke wird nach derzeitiger Berechnung 215 Millionen Euro kosten. Die Stadt erwartet Zuschüsse in Höhe von 60 Prozent vom Bund, weitere 25 Prozent soll das Land beisteuern. Für die Stadt bliebe ein Finanzanteil von 15 Prozent.

Wie Budig sagte, wird die Strecke über die ersten zwei Kilometer im Tunnel verlaufen und erst dann an die Oberfläche führen. Heute existiert bereits ein kurzer Tunnelstutzen, der von der D-Linie der U-Bahn in Höhe der Messe in Richtung Westen führt. Es gibt vier Stationen. Die erste unterirdische Station ist am Güterplatz geplant.

Die zweite folgt, ebenfalls unter der Erde, an der Emser Brücke. Dritter Haltepunkt ist der geplante zentrale "Europagarten" im Europaviertel, die letzte Station liegt dann am westlichen Ende des "Europa-Boulevards", der zentralen neuen Straße des Stadtteils. Die VGF hat die Vorplanung für das Projekt abgeschlossen. Die Verkehrsgesellschaft möchte noch in diesem Jahr das Planfeststellungsverfahren für die neue U-Bahn einleiten und finanzielle Unterstützung des Bundes nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) beantragen.

Budig zeigte sich überzeugt, dass Bund und Land das Bauvorhaben unterstützen, weil der Verkehrswert hoch sei. Die Kosten-Nutzen-Analyse aus dem Jahr 2007 wird gegenwärtig noch einmal überarbeitet. Aber auch dieses Ergebnis werde eindeutig für den Bau der Strecke sprechen.

Die Bauzeit war von den Fachleuten zunächst auf sechs Jahre berechnet worden. Die Verkehrsgesellschaft möchte sie nun aber auf lediglich vier bis fünf Jahre drücken, um mit der Entwicklung des neuen Europaviertels Schritt zu halten. Der U-Bahn-Anschluss ist ein wesentliches Argument, um künftige Mieter ins Quartier zu holen.

Die ersten Mieter werden in die ersten drei Wohngebäude südlich der Messe bereits in diesem Sommer einziehen. Die Häuser stehen in kurzer Entfernung von der Zentrale der Deutschen Bahn an der Stephensonstraße.

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