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Rhein-Main und Hessen
Hessische Landespolitik und Berichte aus dem Rhein-Main-Gebiet.

27. Juli 2012

NPD Kundgebung Wiesbaden und Frankfurt: Kein Platz für die Rechten

 Von Von Ute Fiedler, Felix Helbig und Hanning Voigts
Mit Witz gegen Nazis: Protestschild bei der Kundgebung in Wiesbaden gegen die rechtsextreme NPD.  Foto: Michael Schick

Die NPD blamiert sich in Frankfurt und Wiesbaden. Neun Rechtsextreme stehen bei geplanten Kundgebungen der NPD Hunderten von Gegendemonstranten gegenüber. Der Protest in beiden Städten bleibt friedlich.

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Die NPD blamiert sich in Frankfurt und Wiesbaden. Neun Rechtsextreme stehen bei geplanten Kundgebungen der NPD Hunderten von Gegendemonstranten gegenüber. Der Protest in beiden Städten bleibt friedlich.

Mehrere hundert Gegendemonstranten haben am Freitag eine geplante Kundgebung der rechtsextremen NPD auf dem Frankfurter Römerberg verhindert. Sie blockierten friedlich einen Zugang zu dem Platz, so dass die Rechten mit ihrem Lastwagen nicht bis vor das Rathaus fahren konnten und ihre Kundgebung unter lauten Pfiffen am Mainkai abhalten mussten. Sie waren zu neunt, darunter der NPD-Bundesvorsitzende Holger Apfel.

Bei einer Gegenkundgebung des Römerbergbündnisses aus Parteien, Gewerkschaften und Kirchen auf dem Paulsplatz hatte Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) zuvor erklärt, die Morde des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) hätten deutlich gemacht, „dass die Gefahren von rechts von staatlichen Institutionen dramatisch unterschätzt worden sind“. Der Kampf gegen Rechtsextremismus dürfe aber nicht nur Institutionen überlassen werden, er erfordere auch bürgerschaftliches Engagement, so Cunitz.

Glockengeläut übertönt Rechtsextreme

Der Frankfurter DGB-Vorsitzende Harald Fiedler sagte, die NPD gehöre zu „den Wegbereitern des NSU, sie ist mitverantwortlich für die Nazi-Morde“. Die Bürger müssten immer wieder aufstehen gegen Hass und Gewalt von Rechtsextremisten. Die evangelische Frankfurter Pröpstin Gabriele Scherle rief die Menschen auf, „unsere demokratische Kultur gegen den braunen Ungeist zu verteidigen“.

Friedlich war am Vormittag auch in Wiesbaden eine Demonstration gegen eine dort ebenfalls geplante NPD-Kundgebung verlaufen. Rund 200 Demonstranten hatten die neun NPDler am Bahnhofsvorplatz so laut ausgepfiffen, dass von ihren Reden kaum etwas zu verstehen war. Zudem übertönte immer wieder lautes Glockengeläute die Redner.

Die rechtsextreme NPD ist derzeit auf ihrer „Deutschlandfahrt“ im ganzen Land unterwegs. Auch in anderen Städten hatten zuvor immer wieder zahlreiche Bürger gegen die geplanten Kundgebungen demonstriert.

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