Der Bürger hat gesprochen, die Stadt baut. Und zwar einen Park. Genauer: 1300 Bürger haben geschrieben, bei der Online-Umfrage zur Gestaltung des Hafenparks, der in den nächsten dreieinhalb Jahren zwischen Main und Großmarkthalle entstehen soll. Auf dem rund 40.000 Quadratmeter großen Areal macht die Stadt die Ideen der Bürger nun zur Realität.
Einen Park zum Austoben hat sich der Bürger gewünscht und er wird ihn auch bekommen. Eine Skateranlage, zwei Basketball-Felder, ein Multifunktionssportplatz und ein Bolzplatz, das waren die Vorgaben der Menschen, die sich die Stadt zu Herzen genommen hat und mit denen sich die Landschaftsarchitekten auseinandersetzen mussten. Das Büro Sinai aus Berlin hat die Aufgabe am besten gelöst und den ausgelobten Gestaltungswettbewerb für sich entschieden.
Geht es nach Umweltdezernentin Manuela Rottmann ist der Bau des neuen Parks, der die Lücke zwischen Grüngürtel und Mainufer schließt, ein ganz besonderes Ereignis. Nicht nur, weil die Bürger entscheidenen Anteil am Entwurf hatten. Auch, weil man sich bei der Stadt dagegen entschieden hat, auf der Brache Bürohäuser hochzuziehen. Ein Erlebnisort soll stattdessen entstehen, ein grüner Erlebnisort. Und dank der lärmunempfindlichen Nachbarschaft (Osthafen, Main) darf es dort dann auch mal etwas lauter werden.
Das kommt vor allem den Skatern zugute. Deutlich mehr als 1000 Quadratmeter wird alleine die ins Grün eingebettete Skateranlage einnehmen, die laut Stephan Heldmann, Leiter des Grünflächenamtes, den internationalen Vergleich nicht scheuen muss. Eine von Wegen gesäumte Spielspur mit den weiteren Sportfeldern trennt die Anlage von großzügigen teils naturbelassenen Wiesen, die sich der Bürger zur Erholung "aneignen" soll, wie sich die städtischen Planer erhoffen.
Baubeginn des acht Millionen Euro teuren Projekts ist im Frühjahr 2011. Zunächst wird der nördliche Teil gebaut, da die Flächen am Fluss noch für die Baustelle der geplanten Mainbrücke Ost benötigt wird. Wenn dann im Jahr 2012 der Park im Süden gebaut wird, sollen im Norden schon die Skater unterwegs sein.

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