Nach dem Bericht der Frankfurter Rundschau über den Neonazi-Schläger Kevin S., der erneut wegen eines Angriffs auf Andersdenkende angeklagt ist und trotzdem auf freien Fuß gesetzt wurde, haben Politiker und Gewerkschafter Konsequenzen verlangt.
SPD, Linke und DGB warnten vor einer Verharmlosung der rechtsextremen Freien Kräfte Schwalm-Eder durch die Sicherheitsbehörden.
SPD-Fraktionsgeschäftsführer Günther Rudolph erklärte, die Landesregierung müsse zügig aufklären, wieso das Kasseler Landgericht über das anstehende weitere Verfahren gegen Kevin S. nicht informiert gewesen sei. Auch die Grünen forderten, derartige "Pannen" in Zukunft zu verhindern.
Das Gericht hatte über die Haftverschonung des Neonazis entschieden, ohne zu wissen, dass die Marburger Staatsanwaltschaft den 19-Jährigen und zehn seiner FKSE-Kameraden wegen eines Überfalls auf Nazi-Gegner im nordhessischen Todenhausen angeklagt hatte. jft

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