Die demokratischen Parteien im Römer haben dem Rechtspopulisten Wolfgang Hübner am Donnerstag vorgeworfen, sich mit seinen Äußerungen zu Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg "geschmacklos" und "respektlos" zu verhalten. Es lasse sich nicht anders bewerten, sagte der Vorstandssprecher der Grünen, Bastian Bergerhoff: "Dieser Mann ist - mit Verlaub - ein rechtes Arschloch."
Hübner ist Fraktionschef der Freien Bürger im Römer-Parlament und hatte tags zuvor den Bundesbank-Manager Sarrazin für seine umstrittenen Äußerungen über Migranten in Deutschland verteidigt. In diesem Zusammenhang ging Hübner Integrationsdezernentin Eskandari-Grünberg an, und hielt ihr vor: "Diese den Grünen angehörende Integrationsdezernentin geizt zwar nicht mit ihren weiblichen Reizen", aber sie geize damit, sich "gegen die schleichende Islamisierung zu wenden".
Wieder einmal habe Hübner mit seinen Äußerungen "den Boden der demokratischen Gemeinschaft und die Bereiche des guten Geschmacks verlassen", urteilten die beiden Grünen-Chefs Sarah Sorge und Bergerhoff am Donnerstag. Sie erinnerten in diesem Zusammenhang daran, dass Eskandaris Vorgänger als Integartionsdezernent, Jean-Claude Diallo, den Fraktionschef der Freien Bürger einen "Schreibtischtäter" genannt habe. Jetzt stelle sich heraus, dass Hübner "auch noch ein Serientäter ist".
CDU und SPD verurteilen Hübners Äußerungen ebenfalls als "respektloses Verhalten", das in der Integrationsdebatte nicht bestimmend werden dürfe. (ing)

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