Frankfurt. Aus Protest gegen das Internet-Sperrgesetz haben die südhessischen Jusos ihren eigenen Online-Auftritt geblockt. "Wir halten die beschlossene Regelung für großen Blödsinn", sagte der Juso-Vorsitzende Südhessen, Behnam Yazdani, am Dienstag in Frankfurt am Main. Ein großes Stopp-Schild solle die Besucher der Seite auf die Folgen der Sperrungen aufmerksam machen.
Durch das Gesetz würden der staatlichen Zensur des Internets Tür und Tor geöffnet. "Heute ist es noch der Kampf gegen die Kinderpornografie, aber morgen vielleicht schon gegen andere politische Ansichten", betonte Yazdani. Eine Zensur könne zudem niemals objektiv sein.
Der einzig rechtstaatliche und praktikable Weg im Kampf gegen digitale Kriminalität sei das Löschen illegaler Seiten. Außerdem müsse das zuständige Personal beim Bundeskriminalamt aufgestockt werden, forderte Yazdani. (ddp)

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