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17. Januar 2013

Prozessauftakt: Mann soll Schwangere vergewaltigt haben

Der Angeklagte soll sich an seiner schwangeren Freundin vergangen haben. (Symbolbild)Foto: dpa

Ein Mann aus Kassel soll seine schwangere Verlobte bedroht und vergewaltigt haben. Der Prozess beginnt mit einem Geständnis unter Tränen. Der Angeklagte hatte sich schon einmal an einer Frau vergangen.

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Bedroht, geschlagen und vergewaltigt - ein Mann aus Kassel hat vor Gericht zugegeben, sich an seiner schwangeren Verlobten vergangen zu haben. Der 43-Jährige gestand am Donnerstag vor dem Landgericht Kassel, er habe die heute 19-jährige mit einem Messer zum Sex gezwungen. Bei seiner Aussage kämpfte der Mann, der sich vor Gericht besonnen gab, immer wieder mit den Tränen. Er habe sich auf das Kind gefreut, sagte er aus. Der Altersunterschied habe ihnen nichts ausgemacht, sie hätten heiraten wollen.

Der Tattag zeigt aber offenbar ein anderes Bild des Mannes: Es ist der 20. April 2012. Der Angeklagte sagte vor Gericht, er habe „ziemlich schlechte Laune“ gehabt. Er habe Sex haben wollen - seine in der 16. Woche schwangere Freundin jedoch nicht - und das Messer aus der Küche seiner Wohnung geholt. „Er hat mich bedroht und gesagt, wenn ich nicht tue, was er sagt, sticht er mich und das Kind ab“, berichtete die junge Frau dem Gericht.

Onkel per SMS benachrichtigt

Wie die Anklage ausführt, schlägt er sie mehrfach, sie fügt sich ihrem Verlobten, führt Oralverkehr aus. Danach kommt es zum gewaltsamen Geschlechtsverkehr. Erst mit einer SMS, die sie heimlich an ihren Onkel schreibt, ruft die junge Frau Hilfe. Der Verwandte klingelt Sturm, der 43-Jährige lässt von seinem Opfer ab.

Der Angeklagte muss sich wegen Vergewaltigung in besonders schwerem Fall verantworten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft droht ihm bei einer Verurteilung die Sicherungsverwahrung. Denn der Mann wurde schon einmal zu vier Jahren Haft verurteilt, weil er sich an einer Frau vergangen hatte. Der Prozess wird kommende Woche fortgesetzt. (dpa)

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