Die rechtsextreme NPD will sich mit ihrer Niederlage in Friedberg nicht abfinden. Sie hat für den 7. November erneut eine Demonstration in der Wetterauer Kreisstadt angemeldet. Von 14 bis 21 Uhr wollen die Neonazis aufmarschieren, die Demonstrationsroute beziehe die halbe Stadt ein, einschließlich der Einkaufsmeile Kaiserstraße, berichtet Bürgermeister Michael Keller (SPD).
Anfang August hatten weit über 1000 Menschen den Aufmarsch von etwa 150 NPD-Anhängern in Friedberg gestoppt. Die Neonazis konnten den Bahnhofsvorplatz nicht verlassen. Das "Wetterauer Bündnis gegen Rechts" hatte zur Gegendemonstration aufgerufen; rund 80 Organisationen hatten sich dem Aufruf angeschlossen. Die Gegendemonstration war eine Art multikulturelles Volksfest. Die Polizei verhinderte durch besonnenes Verhalten eine Eskalation. Die Rechtsextremen sehen darin "Behörden- und Polizeiwillkür".
Das Wetterauer Bündnis gegen Rechts ruft auch gegen den erneuten Aufmarsch der Rechtsextremen zur Gegendemonstration auf: "Auch ein zweites Mal soll rechtes Gedankengut in Friedberg und auch anderswo keinerlei Chance haben."
Die Stadt Friedberg prüft laut Keller, was sie gegen den erneuten NPD-Aufmarsch unternehmen kann. (ieb)

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