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Rhein-Main und Hessen
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03. Dezember 2014

Rechtsextremismus: Kreis geht gegen rechten Azubi vor

 Von Joachim F. Tornau und Carsten Meyer
In Köln übten im Oktober 4000 Neonazis und Hooligans den rassistischen Schulterschluss.  Foto: dpa

Er offenbarte sich als NPD-Anhänger und hetzt gegen Flüchtlinge: Ein Anhänger der rechten Gruppierung Kagida in Nordhessen droht aufgrund von FR-Recherchen seinen Ausbildungsplatz zu verlieren.

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Ein Anhänger der neuen rechten Gruppierung Kagida in Nordhessen droht aufgrund von FR-Recherchen seinen Ausbildungsplatz zu verlieren. Der 21-Jährige wird derzeit von der Arbeitsförderungsgesellschaft des Landkreises Kassel (AGiL) zum Mechatroniker ausgebildet. Nach dem Bekanntwerden seines rechtsextremen Weltbilds soll er nun zunächst zur Teilnahme an einer Jugendbildungsveranstaltung bewegt werden. „Wir wollen ihm aufzeigen, was er da für einen Unsinn treibt“, sagte Kreissprecher Harald Kühlborn. Bleibe der junge Mann jedoch uneinsichtig, werde man mit ihm über eine Aufhebung des Ausbildungsvertrags verhandeln müssen.

Der Azubi hatte nicht nur sein Kommen zur ersten Demonstration von Kagida („Kassel gegen die Islamisierung des Abendlandes“) am Montag angekündigt. Wie die FR berichtete, war er auch zusammen mit Kagida-Gründer Michael Viehmann sowie einem langjährigen NPD-Aktivisten und weiteren Rechtsextremen aus der Region zur Kundgebung der „Hooligans gegen Salafisten“ (Hogesa) in Hannover gefahren. Bei Facebook offenbart er sich zudem als NPD-Anhänger und hetzt beständig gegen Flüchtlinge – in übelster Art und Weise: So reagierte er auf die Nachricht, dass sich ein abgelehnter Asylbewerber am Niederrhein selbst angezündet habe, mit einem zynischen „endlich“.

Am Arbeitsplatz nicht auffällig

Als Auszubildender ist er nach Angaben des Landkreises dagegen bislang nicht auffällig geworden. Er gelte „als ruhiger Vertreter, der mehr praktisch als intellektuell veranlagt ist“. Das vom Land geförderte Programm, an dem er teilnehme, richte sich an sozial benachteiligte Schüler, die auf dem ersten Ausbildungsmarkt keine Chance hätten.

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