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10. November 2014

Rocker: Razzia gegen Rocker in Fulda

In Fulda hat die Polizei mehrere Wohnungen und ein Rocker-Clubheim durchsucht. (Symbolbild)  Foto: peter-juelich.com

Die Polizei führt mit mehr als 300 Beamten eine Razzia bei den Mitgliedern eines Rockerclubs durch und stellt Schusswaffen und Sprengstoff sicher. Auch Beamte aus Bayern waren im Einsatz.

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Bei einer großangelegten Razzia gegen einen Rockerclub hat die Polizei in Fulda und Nordbayern Schusswaffen, Sprengstoff und Schlagstöcke sichergestellt. Mehr als 300 Polizisten aus mehreren Bundesländern waren bei der Aktion, die bereits vergangenen Freitag stattfand, im Einsatz, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Fulda am Montag bekanntgaben.

Durchsucht wurden ein Clubheim in Fulda und sieben Wohnhäuser von Mitgliedern des Rockerclubs «Gremium» in Nordbayern und im Landkreis Fulda. Im Frühjahr war ein Mitglied des Clubs in Frankfurt erschossen worden.

Verdächtige auf freiem Fuß

Bei der Durchsuchungsaktion wurden drei Pistolen, zwei Gewehre, Macheten und eine Mörsergranate aus dem Zweiten Weltkrieg sichergestellt. Außerdem fanden die Fahnder rund 200 Schuss scharfe Munition und Teleskopschlagstöcke. Der Einsatz dauerte bis zum frühen Samstagmorgen. Alle Verdächtigen waren am Montag wieder auf freiem Fuß.

Grundlage für die Durchsuchungen war ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Die Ermittler werfen mehreren Mitgliedern des Rockerclubs vor, unerlaubt Schusswaffen und Sprengmittel besessen zu haben. «Mit unserer konzertierten Aktion
gegen die Rockerkriminalität haben wir gezeigt, dass der Staat nicht bereit ist, sein Gewaltmonopol aus den Händen zu geben», erklärten der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Harry Wilke, und der Chef der Kriminaldirektion beim Polizeipräsidium Osthessen, Matthias Weber. (dpa)

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