Zwanzig geschädigte Kunden, deren Kreditkarten in den vergangenen Wochen von Unbekannten ausgespäht wurden, haben sich bei der Polizei gemeldet. Sie waren Kunden des Spielwarengeschäfts Rofu Kinderland in Nieder-Olm. Der Gesamtbetrag, den Unbekannte an Automaten in Übersee abgebucht haben, beträgt momentan 15.000 Euro.
„Das ist im Vergleich dazu, was möglich wäre, nicht viel“, sagt Polizeisprecherin Heidi Nägel. Das hänge damit zusammen, dass viele Großbanken außerhalb Europas nur noch das Abheben von limitierten Beträgen zuließen. Diese Limits seien unterschiedlich, sie lägen meist zwischen 50 und 90 Euro.
Die Banken weisen ihre Kunden, die ins außereuropäische Ausland reisen, darauf hin. Diese können die Limits nach oben ändern. Die Banken hatten damit auf Skimming-Fälle reagiert, die sich gehäuft hatten. Auch in Mainz gab es solche Fälle.
Die Beträge, die abgehoben wurden, liegen meistens über den genannten Limits, weil nicht alle Kreditinstitute diese eingeführt haben. In der aktuellen Serie lagen die Abbuchungen meist zwischen 200 und 1000 Euro. Seit Mitte November hatten die Täter das Kartenlesegerät in dem Spielwarengeschäft ausspioniert und sind so an die Kreditkartendaten der Kunden gelangt.
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