Der Erfolg beim Wiedereinstieg in den Beruf hängt davon ab, wie lange die Elternzeit dauerte, ob es währenddessen Kontakt mit dem Unternehmen gab und ob die Firma qualifizierte Teilzeitstellen, flexible Arbeitszeiten sowie Weiterbildungsmöglichkeiten bietet. Entscheidend sind zudem Qualität und Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen. Das geht aus einer repräsentativen Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Hessenstiftung in Bensheim hervor.
Demnach sind bundesweit zwei Drittel der Mütter, die nach der Babypause in den Beruf zurückkehren, mit dem Wiedereinstieg zufrieden. Ein Drittel dagegen meint, die Unterbrechung habe ihnen beruflich geschadet.
Die in Hessen befragten Mütter sind dabei mit ihrem Wiedereinstieg zufriedener als die Frauen im Bundesdurchschnitt: Drei Viertel der Mütter aus diesem Land halten ihre Rückkehr in den Job für gelungen. Grund sei möglicherweise, dass 59 Prozent der befragten Hessinnen - und damit mehr als im Bundesschnitt - mit den Unternehmen in Kontakt blieben, heißt es in der Studie.
Zugleich klagen allerdings drei Viertel der hessischen Wiedereinsteigerinnen über Arbeitszeiten, Kinderbetreuung oder Konflikte im Job, während das in ganz Deutschland nur 68 Prozent sind.
Knapp die Hälfte der Frauen machten zwei Jahre Pause von der Erwerbsarbeit. Über die Doppelbelastung durch Beruf und Familie klagten vor allem jene, die nach nur einem Jahr oder früher in den Job zurückgekehrt waren. Die Hälfte von ihnen wünschten sich mehr Unterstützung im Haushalt von ihrem Partner.
Zehn Prozent der Befragten gaben an, in ihrer Karriere wegen der Unterbrechung nicht vorangekommen zu sein. Acht Prozent sahen sich sogar zur Kündigung gezwungen, weil sie Familie und Beruf nicht vereinbaren konnten.
Andererseits ist die Hälfte der befragten Frauen überzeugt, nach der Auszeit besser organisiert zu sein als zuvor und Wichtiges besser von Unwichtigem trennen zu können. Die effizientere Arbeitsorganisation der Rückkehrerinnen wird von mehr als zwei Dritteln der Arbeitgeber bestätigt.
Allerdings ist Elternzeit in größeren Betrieben viel häufiger als in kleinen Unternehmen. Nur in etwa jedem zehnten Kleinbetrieb ist ein Mann oder eine Frau in Elternzeit. In mittelgroßen Firmen mit 50 bis 250 Beschäftigten sind es hingegen im Durchschnitt 2,6 Mitarbeiter. jur/dpa

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