In der Heinrich-Lübke-Siedlung hat die ABG Holding Anwohner zum erst Workshop gebeten, um die Pläne für den Umbau der Siedlung aus den 70er Jahren zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Schließlich soll die Sanierung des Bestands und die Errichtung der zusätzlichen Neubauten bis zum Jahr 2012 abgeschlossen sein, berichtete ABG-Geschäftsführer Frank Junker. "Mit großer Aufgeschlossenheit" hätten sich bei dem Workshop mit 60 Mietern beteiligt - mehr als zunächst bei der ABG angemeldet waren. "Ein gutes Zeichen", zog Junker jetzt Bilanz.
Die städtische Wohnungsgesellschaft hatte sich für Entwürfe der Architekturbüros Jo Franzkes und Albert Speers entschieden. Während nach den Plänen Franzkes der Eingangsbereich zu der Siedlung von der Ludwig-Landmann-Straße aus mit einem neuen Supermarkt attraktiver gemacht werden soll, bemühen sich Speers Planer um die Sanierung der bestehenden Wohnhäuser. Sie sollen energietechnisch auf den Stand der Dinge gebracht und in den Wohnzimmern heller werden. Die Mieter können während der Sanierung in ihren Wohnungen bleiben.
Das Büro Speer zeichnet auch für die Neubauten verantwortlich, mit denen die ABG das Quartier verdichten will. Um nicht nur zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, sondern auch neue Mieter anzulocken.
"Wir wollen eine modellhafte Belegung", sagt Junker. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Konflikte in der Siedlung gegeben. Sie hatten bei der ABG dazu geführt, sich über die Ziele einer Modernisierung Gedanken zu machen. Die Heinrich-Lübke-Siedlung soll ein Modellprojekt für den weiteren Umbau der zahlreichen Siedlungen aus den 70er Jahren werden. (ing)

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