Die südhessische SPD fordert eine Größenbeschränkung für Banken und eine Trennung von Investmentgeschäft und Geschäft mit den Guthaben ihrer Kunden. Von Pitt von Bebenburg
Ginge es nach den südhessischen Genossen, müssten Institute wie die Deutsche Bank das Kunden- und Investmentgeschäft trennen.
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Ginge es nach den südhessischen Genossen, müssten Institute wie die Deutsche Bank das Kunden- und Investmentgeschäft trennen.
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Als Konsequenz aus der Finanzmarktkrise hat die südhessische SPD in der Bankenstadt Frankfurt eine einschneidende Forderung aufgestellt: Banken sollen das Investmentgeschäft organisatorisch von dem Geschäft mit den Guthaben ihrer Kunden trennen. Im Krisenfall müssten dann nur die Publikumsbanken gerettet werden, so die Hoffnung der Genossen. Die südhessische SPD hält dieses Konzept für sinnvoll. Nach längerer Debatte entschieden sich die 250 Delegierten bei ihrem Bezirksparteitag am Wochenende in Frankfurt dafür.
Die Idee ergänzt ein umfangreiches Paket, das der SPD-Bezirk Hessen-Süd ebenfalls beschloss. Es sieht die Einführung einer Steuer auf Börsenumsätze, transparentere Bilanzen, die Überwachung von Rating-Agenturen und Größenbeschränkungen für Banken vor. "Systemrelevante Institute darf es nicht geben", heißt es in dem Beschluss.
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Erst kippen Banken - dann wackelt die Wirtschaft. Nun muss der Staat helfen. Reden Sie mit über Wege aus der Krise
Massiv griffen die Genossen zudem das Investmentbanking an. Es gehe "meistens mit unprofessionellem Risikomanagement in Banken, mangelnder Aufsicht und zu schwachen regulatorischen Rahmenbedingungen" einher, schrieben sie zur Begründung. Der Staat solle im Krisenfall nicht mehr Banken stützen, "die sich im Investmentgeschäft verspekuliert haben", sondern nur noch Institute, die das Einlagen- und Kreditgeschäft betreiben. "Das (finanzielle) Volumen staatlicher Rettungsaktionen würde sich somit deutlich reduzieren."
Ein weiterer Schwerpunkt des Parteitags war das Thema Gesundheit. Die südhessische SPD dringt auf eine solidarische Versorgung. "Gesundheit ist keine Ware", betonte der Landtagsabgeordnete und Arzt Thomas Spies. Er warb für eine Bürgerversicherung, in die alle Einkommen aller Bürger gleichermaßen einbezogen würden. Sie sei das Kernstück einer solidarischen Gesundheitsversorgung, befand die SPD.
Konzerne - die größten Geldvernichter weltweit
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Konzerne - die größten Geldvernichter weltweit
Platz 19: Mizuho. Japans zweitgrößte Bank will durch die Ausgabe neuer Aktien bis zu fünf Milliarden. Euro einsammeln - das reicht gerade für den 2008er Verlust von 5,8 Milliarden Dollar.
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Platz 18.: Flextronics. Das einstige Startup-Unternehmen der IT-Branche ("Xbox") hat mit 6,1 Milliarden den höchsten Branchen-Verlust.
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Platz 17: Lyondell Basell. Der drittgrößte Petrochemiekonzern, der überwiegend dem Russen Len Blawatnik gehört, erwägt angesichts von 7,3 Milliarden Verlust die Flucht in die Insolvenz
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Platz 16: Bayerische Landesbank. Die zweite im Münchner Duo Infernale ist mit 2008er Zahlen von minus 7,4 Milliarden Dollar ebenfalls nur mit einem Teil des Gesamtschadens erfasst.
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Platz 15: Credit Suisse. Eine Schweizer Bank-Bilanz, die mit 7,6 Milliarden Verlust mehr Löcher aufweist als jeder Emmentaler.
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Platz 14: Alcatel: Auf den Stahlboom folgt die Stahlflaute. Das verschafft den Franzosen 7,6 Milliarden Miese.
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Platz 13: Hitachi. Auch die Japaner lernen in der Krise, was es heißt, mehr auszugeben als einzunehmen. 7,8 Milliarden fehlen den Söhnen Nippons.
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Platz 12: HRE. Die deutschen Farben in der Hitliste der Kapitalvernichter vertritt - wie könnte es anders sein - auch Hypo Real Estate. Die gelisteten rund acht Milliarden Verlust im Jahr 2008 stellen aber allenfalls die Spitze des Eisbergs dar.
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Platz 11: Delta Airlines. Mit 8,9 Milliarden Defizit fliegen die Amerikaner eine scharfe Kurve zurück. Fast die Hälfte vom Umsatz geht flöten.
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Platz 10: Pemex. Auch der mexikanische Staatskonzern kann von den Schwankungen am Rohöl-Weltmarkt nicht profitieren. Mit gut zehn Milliarden Miesen gehört er zu den Top-Ten-Losern.
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Platz 9: Time Warner. Die Ehe mit dem Internet-Anbieter AOL bekommt dem größten Medienkonzern offenbar nicht gut - 1 3,4 Milliarden Verlust ist fast ein Viertel des Umsatzes.
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Platz 8: HBOS. Die Verluste der britischen Bank in Höhe von 13,8 Milliarden Dollar macht das Traditionshaus reif für eine Übernahme durch den Konkurrenten Lloyds.
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Platz 7: Ford. Die Krise der Spritfresser im Straßenverkehr macht auch vor der Nummer zwei des angeschlagenen US-Autokartells nicht halt. Mit 14,7 Milliarden Miesen schaffen die Detroiter nur halb so viel wie Nachbar GM.
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Platz 6: Conoco Philips. Der Jet unter den Ölkonzernen gehört zwar zusammen mit fünf anderen Petro-Riesen zu den Spitzenreitern der Umsatzstärksten. Doch während Exxon, Shell und BP die höchsten Profite aller Unternehmen verbuchen, bringen es die Jet-Leute auf beachtliche 17 Milliarden Verlust.
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Platz 5: UBS. Die sonst so soliden Schweizer schaffen es, rote Zahlen in Höhe von 19,3 Milliarden Dollar anzuhäufen. Als Landeplatz für Steuerflüchtlinge hat sich die Bank diskreditiert.
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Platz 4: Citigroup. Das Flaggschiff des US-Finanzkapitals hat mit 27,7 Milliarden Minus Aussichten, beim krisenbedingten "Schiffe versenken" vorne mit dabei zu sein.
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Platz 3: General Motors. Die Fortune-Liste der größten Konzerne spiegelt den Absturz des einst umsatzstärksten Konzerns der Welt wider: Von Platz eins auf mittlerweile Platz 18. Aber zumindest bei den größten Staatskonzernen und bei den führenden "money losern" mischt GM mit 30,8 Milliarden Miesen noch vorne mit.
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Platz 2: Royal Bank of Scotland. Auch der monarchistische Name des 1727 gegründeten Instituts schützt nicht vor Verlusten in Höhe von 43,2 Milliarden Dollar. Da helfen die Kreditkarten nichts mehr, die der Finanzdienstleister vertreibt.
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Platz 1: Fannie Mae. Entstanden ist der Name aus der Abkürzung Federal National Mortgage Association, FNMA. Die weltweit größte Hypothekenbank wird 2008 mit 58,7 Milliarden Dollar Verlust Weltmeister unter den Kapitalvernichtern. Das erst 1968 privatisierte Institut ist einer der größten Verstaatlichungsfälle - und somit auch mit das größte Fiasko aller Unternehmensprivatisierungen.
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Platz 21: Die Fluglinie United Airlines fliegt dem Konkurrenten Delta nach in die Verlustzone (4;9 Milliarden).
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Platz 22: Dexia Gruppe. Auch die Brüsseler Bank braucht Staatshilfe. Ihr fehlen 2008 rund 4,9 Milliarden.
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Platz 23: Macy's. Der traditionsreiche US-Warenhauskonzern verkauft durch die Krise deutlich weniger. Per Saldo fehlen 4,8 Milliarden.
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Platz 24: Coca Cola. Rote Zahlen auch mit der braunen Limonade. 4,4 Milliarden sind für den Getränke-Multi auch kein Pappenstiel.
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Platz 25: Toyota. Auf der Überholspur ziehen die japanischen Autobauer an GM vorbei an die Branchenspitze. Das Überholmanöver beschert ihnen 4,4 Milliarden Miese.
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Platz 26: Motorola. Im Boom der 90er Jahre lag der Handy-Hersteller voll im Trend. Jetzt sorgt der harte Wettbewerb für 4,3 Milliarden Verlust.
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Platz 27: KfW. Im Jahr 2007 sorgte die Fast-Pleite der Tochter IKB noch für einen dritten Platz bei den Verlierern. 2008 stehen die Frankfurter noch mit 3,8 Milliarden in der Verlustliste - halb so viel wie 2007.
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Platz 28: CPC. Der taiwanesische Ölkonzern kann im Spiel der Öl-Multis nicht mithalten - und baut 3,8 Milliarden Verlust auf.
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Platz 29: Panasonic. Mit billigen Handys, Fernsehern oder Videokameras kommt der Konzern in jedermanns Haushalt. Doch die Niedrigpreisstrategie beschert rote Zahlen (3,8 Milliarden).
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Platz 30: Sumitomo Mitsui. Der japanische Mischkonzern hat in seiner Heimat fast überall die Finger drin - das kostet ihn ein Defizit von 3,8 Milliarden.
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Platz 32: Allianz. Die deutsche Versicherung verliert 3,5 Milliarden Dollar.
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Platz 35: LBBW. Die Landesbank Baden-Württemberg macht 2,9 Milliarden Dollar Verlust.
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Platz 45: Deutsche Post. Auch Briefe austragen kann verlustreich sein: Die Deutsche Post verliert 2,4 Milliarden Dollar.
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Platz 49: DZ-Bank. Und noch ein deutsches Kreditinstitut: Die DZ-Bank verliert insgesamt mehr als 1,7 Milliarden Dollar.
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Das US-Fachmagazin Fortune hat die größten Miese-Macher aus dem Jahr 2008 ermittelt. Wir stellen sie vor - von Platz 20 bis 1 - und dann weitere hintere Plätze.
Platz 20: Deutsche Bank. Der hiesige Bankbranchenführer ist zwar längst wieder aus den roten Zahlen. Der Verlust von 5,6 Milliarden Dollar dürfte aber noch für einige Jahre zum steuersenkenden Verlustvortrag reichen.
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Es müsse aber auch mehr für die Rechte der Patienten, für Gesundheitsvorsorge und für gute Arbeitsbedingungen von Ärzten und Krankenschwestern getan werden.
"Gute Arbeitsbedingungen, Ausbildungs-, Aufstiegs- und Qualifikationsmöglichkeiten, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und faire Löhne haben im Gesundheitswesen einen besonders hohen Stellenwert", heißt es in dem Antrag, den der Parteitag beschloss. Thomas Spies will sich beim Bundesvorstand dafür einsetzen, dass die SPD sich diese Position bundesweit zu eigen macht.
Keine Debatte gab es beim Parteitag über den Zustand der SPD, die bei der Bundestagswahl das schlechteste Ergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik eingefahren hatte. Ein Antrag des Unterbezirks Bergstraße, der der eigenen Partei ein "Glaubwürdigkeitsproblem" attestierte, wurde in den Bezirksvorstand überwiesen. Die Bergsträßer Genossen monierten, dass die SPD in der Regierung häufig eine andere Politik verfolgt habe, als sie nun im Programm verspreche.
Gebraucht werde ein Vorstand, "der auch personell den Neuanfang hin zu einer Politik sozialer Gerechtigkeit glaubwürdig und dauerhaft vertreten kann". Dagegen sei nach der Bundestagswahl "in alter Hinterzimmer-Manier" ein Vorstand zusammengestellt worden, so die Antragsteller.