Neugierig stehen die drei Nandubabys Nanu, Nana und Bibi an ihrem Zaun und beobachten das Geschehen. So viele Menschen auf einmal haben die neun Monate alten Riesenvögel selten erlebt, seit sie im Oktober im Kobelt-Zoo in Schwanheim ihr neues Zuhause gefunden haben.
Kurz vor Saisonstart im Mai sollen die Besucher schon einmal einen Blick auf das werfen können, was sich seit der Winterpause im Oktober 2008 in der Anlage getan hat. Dabei darf neben dem Nandu-Gehege auch der Affenkäfig nicht fehlen, in dem sich Rhesusaffe Bingo stolz seinen Bewunderern präsentiert.
Wer gerne mehr über Patenschaften und die Geschichte der Kobeltanlage erfahren will, findet auf www.kobelt-zoo.de die passenden Informationen.
Das 21 Jahre alte Affenmännchen lebte in seiner ehemaligen Heimat in Pfungstadt genauso einsam wie die 24 Jahre alte Affendame Fibs in Schwanheim. Da war es für die Pfleger keine Frage, die zwei zusammenzuführen.
Seit knapp 80 Jahren nimmt der Kobelt-Zoo Haustiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Ziegen, Wellensittiche und Exoten wie Kängurus, Affen und Schlangen auf und ehrenamtliche Helfer versorgen sie liebevoll. Dabei ist der Grund für die Aufnahme nicht bei jedem Tier so angenehm wie bei Bingo und Fibs.
Zusammenarbeit mit Tierschutzorganisationen und Zoos
"Wir arbeiten mit Tierschutzorganisationen und anderen Zoos zusammen, die häufig Tiere aus den verwahrlosesten Situationen befreien müssen", erklärt Pflegerin Bianca Borde. So sei es nicht selten vorgekommen, dass Tiere vor den Türen der Anlage ausgesetzt oder sogar über den Zaun geworfen wurden.
"Viele Leute legen sich die Tiere zu und sobald sie Arbeit machen, wollen die Menschen sie wieder los werden", erklärt Borde verärgert. Besonders in der Zeit nach Ostern sei es keine Seltenheit, dass Kaninchen bei ihnen abgegeben werden. Damit die rund 300 Tiere im Park ständig versorgt sind, kümmern sich die 15 ehrenamtlichen Helfer abwechselnd rund um die Uhr um ihre Schützlinge.
Da sind Erfolge, wie der mit der Flasche aufgezogene Esel Merlin oder Nachzuchten bei den pflegeintensiven Zwergmangusten eine wahre Belohnung für die berufstätigen Pfleger. Damit es den Tieren nie an Futter und den Pflegern nie an Material zur Instandhaltung der Gehege fehlt, freut sich der Kobelt-Zoo über jede Spende.
"Wir haben auch Patenschaften, bei denen ein Jahr lang gespendet wird", so Bianca Borde. Während die Neuankömmlinge Nanu, Nana und Bibi bereits einen Paten gefunden haben, warten andere noch immer auf Unterstützung.

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