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Schweinegrippe-Impfung: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Auch gut eine Woche nach dem Start der Schweinegrippe-Impfungen herrscht in Hessen bei vielen Menschen noch Verwirrung. dpa listet die häufigsten Fragen auf und beantwortet sie.

Frankfurt/Main. Auch gut eine Woche nach dem Start der Schweinegrippe-Impfungen herrscht in Hessen bei vielen Menschen noch Verwirrung. dpa listet die häufigsten Fragen auf und beantwortet sie.

Sind die Zahlen in Hessen zuletzt stark angestiegen?

Nein, nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben sich seit Erfassung der Schweinegrippe-Fälle bisher 1343 (Stand: Montag, 2.11.) Menschen in Hessen mit dem H1N1-Virus infiziert. In der vorigen Woche hatte es laut Ministerium einen leichten Anstieg gegeben. Die Zahlen sind aber insofern schwer zu bewerten, als die Dunkelziffer nicht bekannt ist. Da die Schweinegrippe bisher eher mild verlaufen ist, gehen einige Erkrankte gar nicht zum Arzt.

Wer darf sich bisher impfen lassen?

Seit Start der Impfaktion am Montag, den 26. 10., werden Angehörige gefährdeter Berufsgruppen wie Polizisten und Feuerwehrleute sowie chronisch Kranke vorrangig geimpft. Da aber bisher die Bereitschaft noch eher gering war, sich impfen zu lassen, können sich auch Gesunde schon den Impfschutz geben lassen.

Wer lässt sich beim Gesundheitsamt impfen? Und wer bei Hausärzten?

In erster Linie sind die Gesundheitsämter dafür da, die Menschen aus gefährdeten Berufsgruppen zu impfen - neben den Betriebsärzten. Chronisch Kranke und Gesunde sollen sich bei Hausärzten den Schutz geben lassen. Für den Fall, dass chronisch Kranke bei Hausärzten sind, die keine Impfungen anbieten, können sie auch zu Gesundheitsämtern gehen. Darauf weist das Gesundheitsministerium extra hin.

Heißt das, ich kann zum Hausarzt gehen und werde sofort geimpft?

Nein, so schnell geht das in der Regel nicht. Das Problem ist, dass die Ärzte den Impfstoff jeweils in Flaschen mit Dosen für zehn Patienten gekommen. Das heißt, sie müssen einen einmal angemischten Impfstoff binnen 24 Stunden aufbrauchen. Daher vergeben die Mediziner in der Regel erst Termine, sobald sich zehn Impfwillige gefunden haben. Daher ist es sinnvoll, seinen Hausarzt zunächst anzurufen und sich nach einem Termin zu erkundigen. Auch wegen dieser Problematik der Zehner-Dosen ruft das Gesundheitsministerium bereits Gesunde auf, sich impfen zu lassen - weil sonst auch die chronisch Kranken zu lange Wartezeiten haben könnten, ehe sich zehn Patienten finden.

Impft jeder niedergelassene Arzt?

Nein, auch daher lohnt zunächst der Anruf beim seinem Hausarzt, denn nicht jeder impft. Dem Vernehmen nach reagieren auch manche Ärzte zögerlich und skeptisch auf den neuen Impfstoff. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen berichtet außerdem davon, dass einige Ärzte von den Apotheken noch nicht beliefert werden konnten.

Kostet die Impfung etwas?

Nein, die Impfung ist für die Bevölkerung kostenlos, eine Praxisgebühr fällt nicht an.

Kann ich den Impfstoff auch selbst bei der Apotheke bekommen?

Nein, ich bekomme die Impfung nur beim Hausarzt. Die Ärzte wiederum beziehen das Mittel von 100 ausgewählten Apotheken in Hessen. Die Apotheken erhalten den Impfstoff vom Hersteller.

Datum:  3 | 11 | 2009
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