Bei der Verleihung des Deutschen IT-Sicherheitspreises am Freitag in Darmstadt haben Nachwuchswissenschaftler der Uni Karlsruhe den ersten Platz belegt. Das Team um Jörn Müller-Quade erhält 100 000 Euro für "Bingo Voting", ein elektronisches Wahlverfahren, mit dem Wähler überprüfen können, ob ihre Stimme korrekt gezählt wurde.
Die Auszeichnung der Horst-Görtz-Stiftung ist Deutschlands höchst dotierte Preis für IT-Sicherheit. Insgesamt 200 000 Euro gehen an drei Preisträger. Den zweiten Platz (60 000 Euro) belegt Johannes Buchmann, Kryptologe und Informatik-Professor der Technischen Universität Darmstadt. Er entwarf langfristig sichere digitale Signaturen für das Internet, die Angriffen künftiger Hochleistungsrechner standhalten.
50 Wissenschaftler hatten sich um den Preis beworben. Der Stifter will damit "IT-Sicherheit made in Germany" fördern. Das Preisgeld sollen die Wissenschaftler in die Marktgängigkeit ihrer Ideen investieren. Görtz gilt als Schrittmacher der IT-Sicherheit. 2002 war an der Uni Darmstadt mit seiner Anschubfinanzierung ein eigener Lehrstuhl eingerichtet worden. Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut unterhält die Uni das Darmstädter Zentrum für IT-Sicherheit. Im November kommt mit Görtz Finanzhilfe und 12 Millionen Euro vom Land ein weiteres Forschungszentrum dazu. alu

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