Frankfurt/Main. Die frühere hessische SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti hat Meldungen dementiert, dass sie erneut ins Präsidium der Bundes-SPD wolle. "Das ist schlicht eine Falschmeldung", sagte sie der dpa am Samstag in Frankfurt. Zuvor hatte "Der Spiegel" berichtet, dass sie im Kreise von Parteilinken ihre Chancen eruiert habe. Dem obersten SPD-Gremium mit 16 Mitgliedern gehört Ypsilanti seit 2007 an.
Ypsilanti sagte, dass es von ihrer Seite kein Bestreben gebe, noch einmal in das Spitzengremium zu kommen. Es gehöre aber ein Vertreter aus Hessen hinein und das sei ihr Nachfolger, der Landesparteichef Thorsten Schäfer-Gümbel. Ob sie noch einmal für den größeren Parteivorstand kandidiere, sei noch nicht entschieden.
Im Parteibezirk Hessen-Süd gab es für die Personalie ebenfalls keine Bestätigung. Landesgeschäftsführer Karlheinz Pfaff verwies am Samstag darauf, dass das Präsidium erst nach dem Bundesparteitag im November von dem dort gewählten Parteivorstand ernannt werde. Die Parteibezirke hätten schlicht kein Vorschlagsrecht für das Präsidium. Auch habe Hessen-Süd noch nicht entschieden, wer für den Parteivorstand vorgeschlagen werden soll.
Bislang war die Hessen-SPD mit Ypsilanti und den beiden Bezirkschefs Gernot Grumbach und Manfred Schaub im Bundesvorstand vertreten. Vor wenigen Tagen hatte zudem der neue Landesparteichef und Ypsilanti-Nachfolger Thorsten Schäfer-Gümbel seinen Anspruch auf einen Sitz angemeldet. Hessen-Nord hat sich bereits wieder auf den Baunataler Bürgermeister Schaub festgelegt, so dass sich der südliche Bezirk wohl zwischen Ypsilanti und Grumbach entscheiden muss.
Vor elf Monaten war Ypsilantis zweiter Versuch gescheitert, sich mit Hilfe der Linken zur hessischen Ministerpräsidentin wählen zu lassen, am Widerstand von vier Sozialdemokraten gescheitert.
Ypsilanti war nach dem anschließenden Debakel bei der Hessen-Wahl im Januar 2009 als Vorsitzende der Landespartei und der Landtagsfraktion zurückgetreten. Ihren Posten im Führungsgremium der Partei hatte sie aber behalten. Nach der für die SPD desaströsen Bundestagswahl waren in Hessen Stimmen laut geworden, die wieder eine wichtigere Rolle für die frühere Chefin forderten. (dpa)

Die Stadt und Region auf einen Blick: unsere neue Übersichtsseite für Frankfurt und Rhein-Main - das Pflicht-Lesezeichen für alle Hessen.
Berichte aus Bad Homburg, Hochtaunus | Bad Vilbel, Wetterau | Darmstadt | Frankfurt | Kreis Groß Gerau | Hanau, Main-Kinzig | Main-Taunus | Mainz | Offenbach | Kreis Offenbach | Wiesbaden.
Facebook | Twitter überregional | Google+
Sehen Sie auch die Ergebnisse nach Stadtteilen als Grafik-Fotostrecke. Außerdem zeigen wir die Top- und Flop-Ergebnisse von Peter Feldmann und Boris Rhein nach Stadtteilen und noch detaillierter nach Wahlbezirken. Alles Weitere im Wahl-Spezial.
Frankfurt Flughafen - Rhein-Main leidet und profitiert von dem Verkehrsknoten gleichermaßen: kurze Wege, aber viel Lärm für die Anwohner. Der Ausbau ist seit Jahrzehnten umstritten. Das Spezial.