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Kommentar

Keine Argumente

Die Krise erfasst auch ein als relativ krisenfest geltendes Gewerbe. Bleibt zu hoffen, dass sich die Politik an das Versprechen eines Nachtflugverbots hält. Von Frank Schuster

Frank Schuster arbeitet in der Regionalredaktion.
Frank Schuster arbeitet in der Regionalredaktion.
Foto: FR

Ein Zufall - doch er spricht Bände: Just ein Jahr, nachdem Fraport das Widerstandsdorf im Kelsterbacher Wald räumen ließ, damit sie den Frankfurter Flughafen ausbauen kann, meldet Lufthansa Cargo, dass sie auch an ihrem größten deutschen Standort Stellen streichen wird. Im Jahr 2009 ist der Umsatz um ein Drittel abgestürzt.

Bislang waren aber das wachsende Fracht- und Passagieraufkommen sowie die neu entstehenden Arbeitsplätze die zwingenden Argumente dafür, den Flughafen um eine weitere Landebahn zu vergrößern. Sie waren der zentrale Punkt in der Diskussion, den mit mehr Lärmbelastung einhergehenden Ausbau inmitten einer dicht besiedelten Region zu verteidigen. Beide Argumente wischte die Airline an einem einzigen Tag quasi weg.

Die Krise erfasst auch ein als relativ krisenfest geltendes Gewerbe. Bleibt zu hoffen, dass, wenn sich schon nicht die wirtschaftlichen Versprechen erfüllen, die Politik wenigstens ein Einsehen hat und sich an das der Bevölkerung gegebene Versprechen eines Nachtflugverbots hält. Das ist sie den Menschen in der Region, denen Lebensqualität und Wald genommen werden, schuldig.

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Autor: Frank Schuster
Datum: 18 | 2 | 2010
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