Mit einem Warnstreik haben 47 der insgesamt 50 Fahrgast-Kontrolleure am Hunsrück-Flughafen Frankfurt Hahn ihren Forderungen nach mehr Lohn Nachdruck verliehen. Sie legten am Mittwochmittag ihre Arbeit für eine Stunde nieder, wie die Gewerkschaft ver.di mitteilte. Zu Verspätungen im Reiseverkehr kam es dadurch aber nicht.
Die Gewerkschaft fordert vom zuständigen Unternehmen „Fraport Security Services“, die Lohnunterschiede von rund neun Prozent zwischen den Arbeitnehmern am Regionalflughafen Hahn und dem Großflughafen Frankfurt am Main aufzuheben. Dort hatten die Kontrolleure, die für die Sicherheitsprüfung von Handgepäck und Passagieren zuständig sind, bereits am Dienstag ihre Arbeit niedergelegt.
Am Hahn führte der Ausstand der Fahrgast-Kontrolleure zu keinen Einschränkungen im Ablauf. „Wir wussten seit Dienstag, dass gestreikt werden wird und haben uns darauf vorbereitet“, sagte die stellvertretende Sprecherin des Flughafens, Bianca Waters, auf dapd-Anfrage. Eine Notbesetzung habe die Kontrollen übernommen, außerdem seien Fluggäste früher als sonst zum Sicherheitscheck gebeten worden. „Der Betrieb lief dadurch reibungslos“, sagte Waters.
Trotzdem zeigte sich ver.di-Verhandlungsführer Gerhard König zufrieden: „Es ging uns darum zu verdeutlichen, dass die Mitarbeiter entschlossen hinter unseren Forderungen stehen. Das ist uns gelungen“, sagte König. Für den Nachmittag war eine Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber angesetzt. (dapd)
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