Auch zwei Wochen nach der Besetzung des House of Finance durch Autonome und Studierende der Goethe-Uni bleibt die Aktion auf dem Campus Westend ein Thema. Wie Felix Brandl von der Fachschaft Wirtschaftswissenschaften erklärte, hätten sich viele seiner Kommilitonen in den vergangenen Tagen entsetzt über die Krawalle in dem Gebäude geäußert.
Randalierer hatten in dem Haus, in dem die Universität ihre finanzwissenschaftlichen Institute untergebracht hat, eine Kamera zerstört und Wände beschmiert. Der Schaden beläuft sich auf eine fünfstellige Summe.
In einer Erklärung distanziert sich der Fachschaftsrat "ausdrücklich von den Vorkommnissen" im Anschluss an eine friedliche Vollversammlung auf dem Campus. "Wir stellen fest, dass sich der überwiegende Teil der Studierenden des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften in der Art und Weise, auf der einige Teilnehmer der Demonstration ihrer Meinung Ausdruck verliehen haben, nicht wieder findet", heißt es.
Zwar hätten auch die Wirtschaftsstudenten einigen "Diskussionsbedarf" zum House of Finance. Unter anderem richtete sich die Besetzung gegen Kameras in dem Gebäude, außerdem monierten die Demonstranten, dass nicht alle Studierenden Zugang zu dem Haus hätten.
Gewalt sei aber "zu keiner Zeit und unter keinen Umständen" eine Option, sagte Brandl. Sinnvoll seien vielmehr Diskussionen in den Gremien der Universität und eine gesellschaftliche Debatte, die über die Medien angestrengt werden könnte.

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