Wiesbaden. Autofahrer dürfen auf hessischen Autobahnen künftig schneller fahren. Das Land hob nach Untersuchungen auf einer Strecke von insgesamt rund 80 Kilometern die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf, wie Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) am Donnerstag in Wiesbaden sagte.
Grund seien sinkende Unfallzahlen, erläuterte Posch: "Das Gesetz verpflichtet uns, Tempolimits dort anzuordnen und aufrechtzuerhalten, wo Unfallgeschehen und sonstige Gefahrenlage dies rechtfertigen." Weniger Schilder hätten einen höheren Aufmerksamkeitswert. Zu viele Schilder hingegen führten oft dazu, dass sie nicht mehr ausreichend beachtet würden.
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Von den Lockerungen betroffen ist beispielsweise die Autobahn 7 zwischen dem Kirchheimer Dreieck und der Abfahrt Homberg/Efze, die A 485 bei Gießen und die A 661 von Offenbach-Taunusring bis Dreieich. Überall dort wurden bestehende Geschwindigkeitsbeschränkungen aufgehoben. 120 statt der bisher erlaubten 100 Stundenkilometer dürfen Autofahrer etwa auf der A 3 von Niedernhausen bis zum Wiesbadener Kreuz fahren.
Die entsprechenden Schilder sollen am Montag abgehängt beziehungsweise ausgetauscht werden. Durch Hessen führen rund 972 Kilometer Autobahnen und 3463 Kilometer Bundesstraßen.
Posch sagte, gegenwärtig untersuche das Hessische Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen die Tempolimits auf autobahnähnlichen Bundesstraßen. Diese Überprüfung werde voraussichtlich im Sommer abgeschlossen sein. (ddp)

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