Der Bau des teuersten Abschnitts der Verlängerung der Autobahn 44 in Nordhessen hat begonnen. Hessens Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) betonte beim symbolischen ersten Spatenstich am Dienstag in Helsa (Kreis Kassel), die Autobahn zwischen Kassel und Herleshausen bei Eisenach habe "eine große wirtschaftliche und verkehrspolitische Bedeutung für Hessen und Thüringen". Für das Jahr 2020 prognostizierte Posch ein Verkehrsaufkommen von rund 38.000 Fahrzeugen pro Tag, davon fast ein Fünftel Lastwagen.
Der sechs Kilometer lange Abschnitt zwischen Helsa und Hessisch Lichtenau wird den Planungen zufolge rund 241 Millionen Euro kosten. Allein 218 Millionen Euro entfallen auf den Bau des 4150 Meter langen Tunnels Hirschhagen. Er wird nach Angaben Poschs der längste Tunnel in Hessen und der zweitlängste Autotunnel Deutschlands werden. Der Bau soll rund fünf Jahre dauern.
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Hessen kritisierte die Verlängerung der Autobahn. "Wenn man unbedingt etwas Neues bauen wollte, würde eine zweispurige Bundesstraße völlig reichen", sagte VCD-Landesgeschäftsführer Martin Mützel. Auf der vorhandenen Bundesstraße B7 zwischen Helsa und Hessisch Lichtenau verkehrten derzeit rund 13.000 Fahrzeuge. "Wo sollen die vielen Autos herkommen?", fragte Mützel. Der teure Ausbau spreche den gleichzeitigen Kürzungen im Etat der Hochschulen und Ministerpräsident Roland Kochs (CDU) Sparvorschlägen in der Bildung Hohn. (ddp)

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