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Vermeintlich vergifteter Zettel: Gift-Alarm im Regionalzug

Der Vorfall in der Regionalbahn 15344 zwischen Heidelberg, Darmstadt und Frankfurt, bei dem fünf Reisende nach der Übergabe eines vermeintlichen Giftzettels über Unwohlsein klagten, wird mysteriös bleiben. Die Polizei hat die Ermittlungen eingestellt.

Einsatzkräfte errichten ein Dekontaminationszelt in Langen.
Einsatzkräfte errichten ein Dekontaminationszelt in Langen.
Foto: Alex Kraus

"Für uns ist die Sache rund", sagte am Freitag ein Sprecher des Polizeipräsidiums Frankfurt. Spekulationen, die Symptome der Fahrgäste seien womöglich psychischer Natur gewesen, wollte er nicht kommentieren.

Gift-Alarm in Regionalbahn Heidelberg - Frankfurt

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Noch am Donnerstagnachmittag hatte die Polizei einen 25 Jahre alten Mann aus Mannheim ausfindig machen können, der den Reisenden in dem Regionalzug angeblich mit den Worten "Ihr seid alle infiziert" einen Zettel mit einem wirren und zusammenhanglosen Text übergeben hatte. Er gab bei seiner Befragung zu, den Zettel überreicht zu haben. Er habe den Eindruck gehabt, die Reisenden würden seine Hilfe benötigen. Erste Angaben, wonach auf dem Zettel etwas von „vergiftet“ oder „infiziert“ gestanden habe, stimmen nicht. Auch eine Untersuchung des Papiers in einem Labor in Langen ergab keinen Hinweis auf einen Gift-Anschlag. Der Mannheimer wurde nach Angaben des Polizei-Sprechers nach seiner Befragung wieder auf freien Fuß gesetzt.

Wie berichtet, waren am Donnerstag im Frankfurter Hauptbahnhof drei Gleise sicherheitshalber für drei Stunden gesperrt gesperrt worden, nachdem fünf Insassen des Zuges über kribbelnde und teils gefühllose Finger sowie Unwohlsein geklagt hatten.

Vorausgegangen war eine Begegnung mit dem 25 Jahre alten Mann aus Mannheim, der den Passagieren am Morgen in dem von Heidelberg nach Frankfurt fahrenden Zug einen Zettel in die Hand gedrückt hatte. Weshalb die Passagiere - vier Frauen und ein Mann - über Beschwerden klagten, ist völlig unklar. „Bei den betroffenen Menschen sind bislang keine Verletzungen festgestellt worden“, hieß es in einer Mitteilung. Der 25-Jährige hatte zunächst einer Reisenden den Zettel in die Hand gedrückt. „Daraufhin hat die Frau Reaktionen gezeigt“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Sie habe dann die Leitstelle in Darmstadt verständigt und sei schließlich beim Halt in Langen zusammen mit vier anderen Passagieren, die über die gleichen Beschwerden klagten, von Rettungskräften in Empfang genommen und in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Symptome waren noch am Donnerstagnachmittag wieder abgeklungen.

Der Zug war zwischenzeitlich nach Frankfurt weitergefahren, wo alle Fahrgäste am Gleis 13 ausstiegen. Wegen den Untersuchungen der Feuerwehr wurden das Gleis und der Zug ebenso wie die beiden Nachbargleise gesperrt. (lad/dpa)

Datum:  20 | 1 | 2012
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