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18. September 2012

Waldgesetz in Hessen: Radeln und Reiten auf Waldwegen erlaubt

Reiten darf man im Wald weiterhin, aber nur auf befestigten Wegen.  Foto: dpa

Der Wald soll weiter grundsätzlich für alle offen sein. Radfahrer und Reiter dürfen aber nicht mehr quer durch den Wald unterwegs sein, sondern nur auf befestigten Wegen. Der Naturschutzbund würdigt den Kompromiss.

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Der Wald soll weiter grundsätzlich für alle offen sein. Radfahrer und Reiter dürfen aber nicht mehr quer durch den Wald unterwegs sein, sondern nur auf befestigten Wegen. Der Naturschutzbund würdigt den Kompromiss.

In der Debatte um das neue Waldgesetz hat ein von Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) einberufener runder Tisch am Montag vereinbart, dass Radfahrer und Reiter grundsätzlich nur offiziell angelegte, befestigte und naturfeste Wege benutzen dürfen. „Es besteht Einigkeit darüber, dass grundsätzlich der Wald für alle nutzbar sein soll“, sagte Puttrich laut Mitteilung vom Montagabend in Wiesbaden. Es sei vereinbart worden, Fahrräder und Pferde nur auf Wegen zuzulassen, auf denen ein gefahrloser Begegnungsverkehr der Waldbesucher möglich sei. Dazu sei eine Ausweisung spezieller Reitwege und Mountainbikestrecken sinnvoll.

Am Montag waren rund 30 bis 40 Experten zusammengekommen, wie ein Sprecher des Umweltministeriums berichtete. Dazu zählten Organisationen wie der Waldbesitzerverband, die Vertretung der Mountainbiker, aber auch Naturschutzverbände. „Die betroffenen Nutzergruppen haben in den vergangenen Wochen viel übereinander, aber selten miteinander gesprochen. Heute haben wir einen konstruktiven Dialog geführt“, sagte Puttrich. Auf der Basis der Gesprächsergebnisse werde nun ein Vorschlag für eine Wegedefinition im Waldgesetz gemacht und in einem weiteren Termin mit den betroffenen Verbänden und Gruppierungen diskutiert.

Naturschutzbund würdigt Verständigung über Betreten des Waldes

Der Naturschutzbund Nabu in Hessen hat sich erfreut über die Ergebnisse des Runden Tisches zum Thema Betretungsrecht des Waldes geäußert. In der fünfstündigen Sitzung seien das gegenseitige Verständnis der verschiedenen Nutzergruppen gewachsen und ein guter Kompromiss gefunden worden, erklärte der Nabu am Dienstag. Ersatzlos gestrichen werde der Passus in Puttrichs Gesetzentwurf, wonach das Betretungsrecht für „mehrere Personen“ unter Umständen versagt werden könne. Auch ein pauschales landesweites Verbot für das Radfahren auf nicht mit Autos befahrbaren Wegen sei vom Tisch. (dpa/dapd)

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