Constantin Alsheimer sieht keinen Spielraum, die Wasserpreise zu senken. Selbst wenn via Gericht der Druck auf sein Unternehmen, die Mainova, größer werde. Schließlich betreibe sein Unternehmen keine Mischkalkulation zwischen den Bereichen Wasser, Gas, Strom und Wärme, so dass Mehreinnahmen aus den anderen Sparten mit einem Minus aus dem Wassergeschäft verrechnet werden könnten.
Vor allem aber, darauf besteht der Jurist Alsheimer, ließen sich dann keine Investitionen in den Wasserkreislauf mehr pumpen, wenn denn der aus seiner Sicht schlimmste aller Fälle eintreffe und die Mainova auf der Grundlage einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs gezwungen werde, die Preise um 37 Prozent zu senken. Dann sei es vorbei mit der Erneuerung und dem Ausbau des Netzes, für die sein Unternehmen im Jahr 2008 reichlich 15,6 Millionen Euro aufgebracht habe.
Alsheimer weiß die Stadtregierung an seiner Seite. Schließlich liege Frankfurt mit seinen Kubikmeter-Preisen für Wasser knapp über zwei Euro und damit in der unteren Hälfte der in Hessen erhobenen Tarife. Sollten die Richter bei ihrer Orientierung am Kartellrecht bleiben, um den Versorger zur Senkung des Preises zu bringen, müsse die Kommune wohl einspringen und die Konzession für die Verbreitung des Wassers wieder übernehmen. Gegenwärtig sei verabredet, berichtet Becker, erst 2016 über den Kontrakt zu reden. Bis dahin solle die Mainova für den Vertrieb des Flüssigen aus dem Vogelsberg, dem hessischen Ried und aus der Wetterau verantwortlich bleiben.
Denn billiger dürfte es kaum werden, sagt Becker, wenn die Stadt die Wasserversorgung wieder übernehmen würde. 45 Millionen Kubikmeter fließen jedes Jahr in private Haushalte und öffentliche Einrichtungen. Dafür müsse ins Netz investiert werden. Zehn Millionen Euro kämen da schnell zusammen, sagt Alsheimer. Wenn Neubaugebiete entstehen, auch mehr.

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