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Rhein-Main und Hessen
Hessische Landespolitik und Berichte aus dem Rhein-Main-Gebiet.

21. November 2012

Weihnachtsmärkte in Hessen: Pink und märchenhaft

Nicht nur der Weihnachtsmann darf mit kuscheligen rot-weißen Mützen rumlaufen. Foto: Renate Hoyer

Alt und neu: Tradition wird bei Weihnachtsmärkten groß geschrieben. Aber die Betreiber lassen sich auch jedes Jahr etwas Neues einfallen. Hessens Weihnachtsmärkte haben in diesem Jahr wieder einiges zu bieten.

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Alt und neu: Tradition wird bei Weihnachtsmärkten groß geschrieben. Aber die Betreiber lassen sich auch jedes Jahr etwas Neues einfallen. Hessens Weihnachtsmärkte haben in diesem Jahr wieder einiges zu bieten.

Schneewittchen, Dornröschen und Rotkäppchen drehen sich im Kreis: Auf dem Weihnachtsmarkt in Kassel werden die altbekannten Figuren in diesem Jahr auf eine überdimensionale Märchenpyramide gestellt - mit 23,5 Meter dem Veranstalter zufolge die weltgrößte.

Übergroß präsentiert sich auch der Adventskalender, die Fassade des Rathauses wird erstmals dazu umfunktioniert. Auf 300 Quadratmetern verbirgt sich hinter jedem „Türchen“ ein weihnachtliches Wintermotiv, von Bürgern fotografiert und einer Jury ausgewählt, wie Birgit Kuchenreiter, Sprecherin von Kassel Marketing, sagt.

Einen Weihnachtsbaum gibt es in Kassel natürlich auch: 19 Meter hoch und mit 1.200 Glühlampen illuminiert. Der Baum in Frankfurt misst ganze 30 Meter, „der höchste freigeschlagene auf einem deutschen Weihnachtsmarkt“, ist sich der Geschäftsführer der Tourismus+Kongress GmbH, Thomas Feda, sicher. Die 120 Jahre alte Fichte - ein Geschenk der Gemeinde Inzell in Oberbayern - ist etwa acht Tonnen schwer und schon auf dem Römer angekommen. Der Frankfurter Weihnachtsbaum wird seit 2008 mit energieeffizienten LEDs beleuchtet, in diesem Jahr sollen etwa 5.000 funkeln.

Glühweintassen im Bembel-Stil

Die Stadt Darmstadt hält ihren ganzen Weihnachtsmarkt klimaneutral. Der Lange Ludwig, die 39 Meter hohe Säule zum Gedenken an den letzten Großherzog, wird mit 30.000 LEDs geschmückt.

„Wir werden die rund 34 Tonnen Kohlenstoffdioxid ausgleichen, indem wir so viel CO2 sparen wie möglich und Forstprojekte unterstützen“, erklärt Weihnachtsmarkt-Sprecher Ludwig Achenbach. Die Besucher seien aufgefordert, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn zu kommen. In diesem Jahr erwartet sie zum zweiten Mal eine Glühweinprinzessin, die das Getränk an den Mann und die Frau bringen soll.

Der Glühwein wird in Motivtassen gereicht, auf denen diesmal die Darmstädter Stadtkirche zu sehen ist, der Pfand- beziehungsweise Kaufpreis beträgt zwei Euro. Die Sterntaler-Tasse in Kassel schlägt ebenfalls mit zwei Euro Pfand zu Buche. Der Frankfurter Becher, mit 2,50 Euro bepfandet, orientiert sich an der traditionellen Dippe: Er ist grau mit blauem Rankenmuster, in der Mitte ist die Römerfassade abgebildet. Neben der regulären Tasse wird es auch eine in Form eines Bembels mit dem gleichen Aufdruck für 3,50 Euro Pfand geben.

Die Tasse des Wiesbadener Sternschnuppen Marktes zeigt in diesem Jahr das Biebricher Schloss, zwei Euro Becherpfand werden fällig. In den Landeshauptstadt werden an 18 Ständen Speisen und Getränke und an 111 weihnachtliche Waren angeboten. Der Darmstädter Weihnachtsmarkt besteht insgesamt aus 67 Buden und Hütten, auf dem Märchenweihnachtsmarkt in Kassel öffnen etwa 130 Stände mit Kunsthandwerk und Gastronomie, verteilt auf Königs-, Opern- und Friedrichsplatz.

In Frankfurt drei Millionen Besucher erwartet

Im mittelhessischen Marburg gibt es gleich zwei Weihnachtsmärkte, auf dem Marktplatz und an der Elisabethkirche. Rund um das Wahrzeichen bieten Händler Korbwaren, Keramik, Ton- und Spielwaren an - allerdings erst ab 30. November, einige Tage nach den anderen Märkten.

In Frankfurt, wo sich die rund 200 Stände diesmal neben Römer, Paulsplatz, Liebfrauenberg, Mainkai und Hauptwache auch auf den Friedrich-Stoltze-Platz verteilen, gibt es erstmals einen eigenen Abschnitt für Schwule und Lesben, „Pink Christmas“ genannt. Der Bereich mit etwa 15 Ständen sei aber nicht nur der Gay Community vorbehalten, sagt Feda. Bis 23. Dezember werden etwa drei Millionen Besucher auf dem größten hessischen Weihnachtsmarkt erwartet.

In Kassel schlenderten im vergangenen Jahr etwa zwei Millionen Menschen über den Weihnachtsmarkt. „Wir hoffen, das halten oder sogar toppen zu können“, betont Sprecherin Kuchenreiter, „dafür muss aber der Wettergott mitspielen.“ (dapd)

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