Die Schule am Ried aus Bergen-Enkheim und die Liebigschule in Rödelheim haben die ersten Plätze beim diesjährigen 27. Umweltwettbewerb "1822 - Schule und Natur" in Frankfurt errungen. Preisgeld von 400, beziehungsweise 600 Euro.
22 Schulen nahmen an dem Wettbewerb teil, Schüler von sechs bis 16 Jahren waren beteiligt an Großprojekten ihrer Schulen oder Kleinprojekten ihrer Klassen. Im Saalbau Bornheim kamen sie alle am Donnerstag zur Siegerehrung zusammen.
Während die Kinder merklich gespannt auf ihren Stühlen rumrutschen stellten Ursula Christ vom Staatlichen Schulamt und Astrid Dienst von der Frankfurter Sparkasse die Projekte vor: So hat sich die Naturgarten AG der Schule am Ried zu einem Kleinprojekt etwas einfallen lassen. Sie wollten Gemüse anpflanzen - zum anschließenden Eigenverzehr. Doch so leicht ging das nicht; erstmal musste der Schulgarten von Gebüsch und Unkraut befreit werden. Dann kamen die Beete: Kräuter- und Nutzgartenbereiche, Beerengarten und Insektenquartier. Die Idee dahinter war es, einen Lebensraum sowohl für den Menschen wie für Tiere, beispielsweise Bienen und Schmetterlinge, zu schaffen.
Die Liebigschule nahm sich eines Großprojektes an. Gemeinsam legten Klassen dort einen großen Blumengarten in den Farben der Schule (europäisches Blau und Gelb) an. Sie wollen aber auch Tieren auf dem Schulgelände Schutz bieten, brachten Vogelhäuser und "Insektenhotels" an. Und das überzeugte die Jury, die Langzeitprojekte, in denen Schlangen, Stabheuschrecken und andere gepflegt werden. Auch andere Schulen hatten so spannende Ideen und wollen ihr Projekt auch ohne Wettbewerb weiterführen. Gewinnen konnten aber natürlich nicht alle.
Eis und Fernsehen
Den Wettbewerb der Stiftung der Frankfurter Sparkassen gibt es schon seit 1982. Ditmar Breimhorst, Gartenpädagoge im Palmengarten und Mitglied der Jury, lobt den Wettbewerb als "schon seit vielen Jahren erfolgreich", ein Wettbewerb, der die Kleinen zum Austausch untereinander und auch zum bewussten Umgang mit der Umwelt anregen kann.
Auch die 7-jährige Lea von der drittplatzierten Eichendorffschule hat viel beim Wettbewerb gelernt, hat Gemüse gepflanzt und dann beobachtet wie es wächst. Das gab 300 Euro. Was sie sich davon wünscht? Ein Fernseher solle gekauft werden und ein Eisstand für die Schule, damit sie "immer Fernsehen gucken und Eis essen" kann.

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