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12. März 2013

Winter in Hessen: Schnee legt Flughafen zeitweise lahm

Anhaltender Schneefall führt am Frankfurter Flughafen zur Schließung, die Flugzeuge können nicht mehr starten und landen. (Archivbild). Foto: dpa

Der Winter meldet sich in Hessen zurück. Überall schneit es, es kommt im ganzen Land zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen. Der Flughafen Frankfurt musste zeitweise schließen. 1500 Feldbetten stehen für gestrandete Reisende bereit.

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Mit Schnee und Eis hat sich der Winter am Dienstag in Hessen zurückgemeldet - und vielerorts für Verkehrsprobleme gesorgt. Auf zahlreichen Straßen kam es zu Unfällen und Behinderungen, besonders betroffen waren zunächst Nord- und Mittelhessen. In Trendelburg im Kreis Kassel wurde in der Nacht zu Dienstag ein 30 Jahre alter Autofahrer schwer verletzt, als sein Wagen in einer Kurve von der glatten Straße in die Böschung rutschte, wie die Polizei mitteilte. Im mittelhessischen Stadtallendorf kam bereits am Montagabend bei einem Glätteunfall ein Autofahrer ums Leben.

Bei einem Unfall mit einem Linienbus wurden am Morgen im nordhessischen Wolfhagen vier Menschen verletzt. Nach Polizeiangaben war auch ein Auto am Zusammenstoß beteiligt. Es sei nach dem ersten Stand wahrscheinlich, dass der Wintereinbruch für den Unfall auf schneeglatter Straße verantwortlich sei. Bei Unfällen auf winterglatten Straßen wurden mindestens vier weitere Menschen leicht verletzt.

Der Busverkehr in Kassel hatte ebenfalls mit Schnee und Eis zu kämpfen. „Bei den Bussen gibt es viele Ausfälle und Verspätungen“, sagte Heidi Hamdad, Sprecherin der Verkehrs- und Versorgungs-GmbH. Das liege vor allem an den Bergen, an denen viele Busse scheiterten. Am Morgen entgleiste zudem eine Straßenbahn der Linie 8. Ob an dem Unfall ebenfalls das Wetter schuld war, konnte Hamdad zunächst nicht sagen.

Die A5 wurde am Morgen zwischen Weiterstadt und Zeppelinheim in Richtung Norden stundenlang wegen spiegelglatter Fahrbahn gesperrt, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Auf der A45 kam es zu einer Massenkarambolage mit mindestens 100 Autos, die Autobahn wurde gesperrt.

Chaos am Flughafen

Am Frankfurter Flughafen waren am Vormittag alle Lande- und Startbahnen gesperrt, erst am Nachmittag konnten einige wenige Maschinen von einer der Bahnen abheben. Bis in die Abendstunden hinein und auch am Mittwoch könne es noch zu Verzögerungen und Annullierungen von Flügen kommen, sagte Fraport-Sprecher Mike Schweitzer. Passagiere sollten sich frühzeitig über die Situation am Flughafen informieren.

Am Nachmittag waren bereits mehr als 400 der 1235 geplanten Dienstagsflüge ausgefallen. „Das lag vor allem daran, dass wir sehr starke Schneefälle hatten“, sagte Schweitzer. Außerdem hätten Windböen immer wieder zu Verwehungen auf den Start- und Landebahnen geführt. Wie viele Passagiere vom Schneechaos betroffen sind, konnte Schweitzer nicht einschätzen. Der Flughafen stellte etwa 1500 Feldbetten auf.

Gegen Mittag konnten vereinzelt wieder Flugzeuge starten - Landungen waren zunächst nicht möglich. Ein sichere Landung könne auf den glitschigen Bahnen nicht gewährleistet werden, begründete Schweitzer die anhaltende Sperrung. Die Passagiere nahmen die Ausfälle und Verzögerungen weitgehend gelassen. „Wenns am Schneefall liegt, muss man das hinnehmen“, sagte einer.

Die Räumfahrzeuge auf den Lande- und Startbahnen kämen dem Schnee kaum hinterher, hatte Fraport-Chef Stefan Schulte am Vormittag die zeitweilige Sperrung des Flughafens begründet. Außerdem seien wegen des Verkehrschaos auch einige Crews verspätet. Der Flughafenbetreiber Fraport rechnete am Dienstagnachmittag mit weiteren Flugausfällen. „Wir sind auf Übernachtungen vorbereitet“, sagte Schweitzer. Es würden Feldbetten aufgestellt und die wartenden Passagiere mit Getränken und Snacks versorgt.

Unterdessen hat die Lufthansa für Dienstag sämtliche Deutschland- und Europaflüge über Frankfurt gestrichen. Das Langstreckenprogramm könne aber weitgehend stattfinden, erklärte eine Sprecherin am Nachmittag in Frankfurt. Auch für Mittwoch sei mit weiteren Verspätungen und Ausfällen zu rechnen, da die Umläufe der Maschinen wie auch der Crews gestört seien.

Grund zur Freude hingegen hatten viele Schüler. An zahlreichen Schulen wurde wegen des Wintereinbruchs der Unterricht abgesagt, so etwa an der Fritz-Philippi-Schule in Breitscheid und der Westerwaldschule in Driedorf (beides Lahn-Dill-Kreis).

Auf Autobahnen im ganzen Land staut sich der Verkehr. Die aktuellen Staumeldungen finden Sie hier. (dpa)

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